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| 02:44 Uhr

Whisky-Produzenten bringen neue Sorte an den Markt

Foto: Claudia Scheffler
Foto: Claudia Scheffler FOTO: Claudia Scheffler
Schlepzig. Vor Kurzem haben die drei Berliner Spirituosenfachmänner Sebastian Brack, Bastian Heuser und Steffen Lohr die Spreewald-Destillerie in Schlepzig übernommen. Nun stellen die Drei ihre eigene Whisky-Marke "Stork Club" vor. red/bt

Seit dem 1.Januar sind die beiden ersten Abfüllungen im Handel erhältlich.

"Die Zahl der deutschen Whiskymarken ist, etwa im Vergleich zu Gin, noch recht überschaubar. Vielleicht liegt es an der langen Reifezeit, die ein guter Whisky nun mal benötigt, dass junge Brenner sich lieber auf andere Spirituosen konzentrieren", sagt Sebastian Brack. Wie dem auch sei, der Markt für Whisky Made in Germany habe noch reichlich Potenzial, da sind sich die drei Gründer einig.

Ein Grund, sich auf Whiskey zu spezialisieren, sei aber noch viel naheliegender. Im Spreewald würden sich alle Zutaten für einen guten Whisky quasi vor der Haustür befinden, so die neuen Besitzer. Weizen, Gerste und Roggen werden in Brandenburg auf über 500 000 Hektar in höchster Qualität angebaut. Sogar einige amerikanische Whiskey-Brenner, darunter Wild Turkey, kaufen unter anderem Brandenburger Roggen zu. Das Flussdelta versorgt die Destillerie mit ausreichend exquisitem Wasser. Und das einzigartige Mikroklima in den Niederungen des Spreewalds bietet ein nahezu perfektes Umfeld für die Reifung von Whisky.

"Brandenburg liegt inmitten des sogenannten Roggengürtels, der sich von Westfrankreich über Mitteleuropa nach Osten bis nach Russland zieht. Hier gedeiht der Roggen besonders gut. Von hier aus gelang auch das Wissen um die Destillation dieses anspruchsvollen Getreides mit den ersten Aussiedlerwellen in die USA. Diese lange Verbindung zwischen den amerikanischen Rye-Whiskeys greifen wir mit unserem Stork Club Rye Whiskey wieder auf", erklärt Steffen Lohr, Leiter der Produktion.

Darüber hinaus erarbeitete man mit Hilfe von Experten eine ausgeklügelte Fass-Rezeptur, die nicht nur eine einzelne Sorte Eichenholzfässer für die Reifung umfasst, sondern mit unterschiedlichen Fassarten in unterschiedlichen Mengenverhältnissen ein deutlich komplexeres Aroma erreicht. Stork Club ist also ein durch und durch regionales Produkt, argumentiert der Produktionsleiter. Aber mit dem Anspruch, Deutschen Whisky auch endlich international salonfähig zu machen.

Stork Club Whisky wird in einer kleinen 650 l-Brennanlage gebrannt. Er reift in Eichenholzfässern. Für die Whiskys werden sowohl Fässer mit Vorbelegung (Sherry, deutscher Weißwein, Sauternes, Bordeaux, Rum) als auch frische Fässer verwendet.

Alle Stork Club Whiskys werden nach Angaben der Produzenten ohne Zusätze produziert. Sie sind nicht kältefiltriert und werden über ein Schwerkraft-basiertes Abfüllsystem vom Fass in die Flasche abgefüllt.