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| 18:21 Uhr

Versorgung
Weniger Essengeld für Kita-Kinder – mehr für Schüler

Für die Eltern von Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten sinkt der Zuschuss von bisher 2,13 Euro auf 1,83 Euro pro Portion.
Für die Eltern von Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten sinkt der Zuschuss von bisher 2,13 Euro auf 1,83 Euro pro Portion. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Lübben. Die Höhe des Essengeldes in Kitas und Schulen in Trägerschaft der Stadt Lübben entwickelt sich unterschiedlich. Während sie für Kita-Kinder sinkt, zahlen Schülerinnen und Schüler künftig mehr. Von Andreas Staindl

  Das wird in jetzt zwei separaten Essengeldsatzungen deutlich. Die Mitglieder des Bildungsausschusses haben den Stadtverordneten die Annahme beider Satzungen einstimmig empfohlen.

Für die Eltern von Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten sinkt der Zuschuss von bisher 2,13 Euro auf 1,83 Euro pro Portion. Damit folgt die Kreisstadt der gesetzlichen Festlegung, dass Eltern einen Zuschuss zur Versorgung des Kinds mit Mittagessen in Höhe der durchschnittlich ersparten Eigenaufwendungen (häusliche Ersparnis) entrichten müssen. Die Stadt Lübben ist dabei auch einer Empfehlung des Landkreises Dahme-Spreewald gefolgt. Die Essengeldsatzung „Kita“ gilt rückwirkend ab dem 1. Januar dieses Jahres. Das zu viel gezahlte Geld wird mit künftigem Essengeldzahlungen verrechnet oder wegen Beendigung der Mittagsversorgung erstattet, wie die zuständige Fachbereichsleiterin Petra Streiber sagt.

Marco Sell (CDU/Grüne) ist froh, dass „das Thema häusliche Ersparnis endlich geregelt wird“. Peter Rogalla (Die Linke) machte deutlich, dass „das eingesparte Geld den Familien zugute kommt“.

Die Schülerspeisung kostet künftig mehr. Ab dem 1. Oktober wird der Preis durch den Essenanbieter von 2,53 Euro auf 2,75 Euro angehoben. Peter Rogalla befürchtet, dass „das nicht die letzte Erhöhung ist“. Den Anbieter zu wechseln ist nach Ansicht von Petra Streiber jedoch „sehr aufwendig. Ich vermute, dass die Preise dann noch höher liegen.“

Wenn Eltern schon mehr für das Mittagessen zahlen sollen, wollen die Mitglieder des Bildungsausschusses wenigstens wissen, ob es den Schülerinnen und Schülern auch schmeckt. „Ein Feedback wäre schön um zu wissen, ob alle Eltern mit der Erhöhung leben können, und ob die Qualität des Mittagessens stimmt“, sagt Marco Sell. Bisher gab es keine Befragung, erklärt Petra Streiber. Ihr zufolge liegen allerdings Bücher an den jeweiligen Essenausgaben aus, in denen Hinweise eingetragen werden könnten. Frank Selbitz (Pro Lübben) regte an, auf diese Möglichkeit hinzuweisen und die Bücher Anfang des nächsten Jahrs einzusehen: „Dann sehen wir, ob es Reaktionen der Eltern auf die höheren Preise, aber auch auf die Qualität des Essens gibt.“ Peter Rogalla bat Petra Streiber zu prüfen, ob Eltern überhaupt von den Büchern an den Essensausgaben wissen.

Ein aussagekräftiges Feedback erhofft sich Marco Sell aus dem Hort: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Essen sehr gut im Blick.“ Die Mitglieder des Bildungsausschusses haben vereinbart, die Hinweise zum Mittagessen in Schulen im Februar des nächsten Jahres auszuwerten. Ungeachtet dessen gab das Gremium grünes Licht für die Essengeldsatzungen „Kita“ und „Schule“. Die Stadtverordneten haben die Entscheidung Ende dieses Monats auf dem Tisch.