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Weise Voraussicht ist gefragt

Ingrid Hoberg, Porträtfoto Lausitzer Rundschau 2011
Ingrid Hoberg, Porträtfoto Lausitzer Rundschau 2011 FOTO: M. Behnke (DC)
Kommentar. Ist die Situation in den Lübbener Kindereinrichtungen ein hausgemachtes Problem? Erinnert sei an die vergangene Legislaturperiode. So wurde in der Haushaltsdebatte 2012 von Dieter Wolschke (Pro Lübben) betont, dass er eine Kreditaufnahme für den Hortanbau nicht so mittragen würde. Ingrid Hoberg

Wolfram Kinze (CDU) fragte, ob sich die Stadt wegen eines Hortes verschulden wolle. Auch die SPD verschloss sich einer Kreditaufnahme, wie Günter Piesker betonte. Doch Peter Rogalla (Die Linke) forderte Augenmaß, wollte sich allein aus fiskalischen Gründen nicht aus dem Projekt verabschieden. Der Kämmerer wollte keinen Kredit, der Fachbereichsleiter wies auf die Schwierigkeiten einer seriösen Prognose hin. Das ist heute wie damals ein Problem. Und auch die Rahmenbedingungen haben sich geändert: mit einem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem 1. Lebensjahr und durch die Unterbringung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Die Zahl der Kinder ist nicht wie prognostiziert zurückgegangen. Wenn sich Lübben als Wohnstandort in BER-Nähe qualifizieren will, muss die Infrastruktur ausgebaut werden. Die Fördergeldsuche hat begonnen.

i.hoberg@lr-online.de

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