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Lübben
Weihnachtsdekoration in Ton

Im Atelier Ascher/Franzka bekamen die Freizeit-Töpfer viele wertvolle Hinweise vom Profi.
Im Atelier Ascher/Franzka bekamen die Freizeit-Töpfer viele wertvolle Hinweise vom Profi. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. (asd) Der Advent steht vor der Tür. Zeit für Besinnung, aber auch Gelegenheit zu tun, was sonst sonst zu kurz kommt. Im Atelier Ascher/Franzka in Lübben war dazu Samstag Gelegenheit.

Künstlerin Karen Ascher hatte zum Weihnachtstöpfern eingeladen. Doreen Harting und ihr Sohn Finn aus Lübbenau nutzen die Chance. Der Elfjährige formte verschiedene Tiere aus Ton, bastelte sich einen kleinen Bauernhof. „Die Ideen habe ich in meinem Kopf“, sagt der Junge. Dabei hatte er eigentlich „gar keine Lust“. Aber jetzt mache es ihm Spaß. Seine am Samstag gefertigten Exponate will er an den Weihnachtsbaum der Familie  hängen. Dort sollen auch die Engel ihren Platz finden, die Doreen Harting gebastelt hat. „Das Weihnachtstöpfern kam mir gerade recht“, sagt sie und erzählt: „Als ich unsere Weihnachtskiste vom Boden geholt habe musste ich feststellen, dass wir nur noch einen Engel als Baumanhänger haben. Und Weihnachten steht ja fast schon vor der Tür. Schön, dass ich hier im Atelier Gelegenheit habe, weitere Engel für unseren Weihnachtbaum zu fertigen.“ Ihr Original hatte sie von zu Hause mitgebracht. Michael Herlemann indes knetet und formt seinen Ton. Die einzelnen Teile fügt er später zusammen. Der Luckauer fertigt einen Weihnachtsmann. „Basteln ist eigentlich nicht mein Hobby“, erzählt er. „Doch meinen Sohn zuliebe mache ich das halt. Es ist schön, mit ihm etwas gemeinsam zu unternehmen.“ Jason arbeitete ganz konzentriert gleich neben seinem Papa. Beide sehen sich nicht täglich wie Michael Herlemann sagt. Doch die gemeinsame Zeit wollen sie möglichst interessant gestalten. Das ist ihnen am Samstag gelungen.

Auch Eleonore Malluschka aus Alt Schadow (Märkische Heide) ist zum Weihnachtstöpfern gekommen. „Ich habe selbst ein Hobby-Atelier. Dort arbeite ich regelmäßig auch mit Ton. Ich habe schon eine Weihnachtskrippe gebaut und wollte mir hier in Lübben ein paar Anregungen holen“, erzählt sie. Am Samstag hat sie einen Weihnachtsbaum mit mehreren Etagen gefertigt. „Da kommt noch eine Bimmel dran und dann hänge ich ihn bei mir Zu Hause auf.“

Marion Franzka aus Sacrow (Spreewaldheide) fertigte ein Räucherhäuschen. „Das wird ein Geschenk“, sagt sie. Und, dass sie auch zu Hause töpfert. „Ich wollte aber unbedingt mal die Künstler Ascher/Franzka kennenlernen.“ Karen Ascher freute sich über das Interesse. Sie gab den Teilnehmern Anregungen, wenn diese es wünschten: „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier kann jeder so kreativ sein wie er möchte.“ Zudem gab es am Samstag einen regen Austausch untereinander. Die Anfänger in der Runde waren dankbar auch für die Hinweise der Hobby-Künstler, die schon Erfahrungen mit Ton haben. Das Material hatte Karen Ascher zur Verfügung gestellt. Die am Samstag geformten und später mit Naturfarben bemalten Exponate kommen in den Brennofen. Anschließend müssen sie langsam abkühlen. Nach etwa zwei Wochen sind Weihnachtsmann, Räucherhaus, Engel & Co. fertig. Dann können sie von den Teilnehmern abgeholt werden. „Alles braucht halt seine Zeit“, sagt Karen Ascher. Ihr Weihnachtstöpfern hat dafür gesorgt, dass schon ein bisschen Weihnachtstimmung und Vorfreude aufkam.