Von Katrin Kunipatz

Die Obere Puhlstromschleuse in Schlepzig ist geschlossen, und zwar schon seit Herbst. Nicht nur den Schlepziger Kahnfährmann Uwe Krüger stört das.

Zwar ging die Schleuse im vergangenen Jahr schwer, berichtet er, aber dass daraus eine Sperrung folgt, habe er nicht erwartet. Besonders ärgerlich sei die gesperrte Schleuse für die Wassersportler, die nun statt einer Rundfahrt auf dem Rückweg die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg passieren müssen.

Das Landesamt für Umwelt – verantwortlich für die Schleusen im Spreewald – bestätigt, dass die Schleuse Puhlstrom seit Oktober geschlossen ist. „Die Schleuse war nicht mehr betriebssicher“, so Wiebke Theuer-Glamann.

„Die Schleusentore aus Holz haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und waren nicht mehr dicht.“ Deshalb sei der Niveauausgleich nicht mehr gegeben, der für das Öffnen und Schließen der Tore nötig ist.

Neue Tore für die Obere Puhlstromschleuse in Schlepzig

Die Erneuerung der Schleusentore lässt das Landesumweltamt bereits von einem Ingenieurbüro vorbereiten. Die neuen Tore sollen aus Stahl entstehen und damit auch eine längere Lebensdauer als hölzerne Tore haben, so die Sprecherin weiter.

Die Kosten für Planung und Bau der Tore werden auf rund 235 000 Euro geschätzt. Das Land Brandenburg wird die Reparatur bezahlen, die voraussichtlich im Frühjahr 2020 beendet sein soll, teilt Theuer-Glamann zum aktuellen Sachstand mit.

Solange wird weiter Entengrütze in der Schleusenkammer wachsen. Erste Wasserpflanzen haben schon Fuß gefasst. Wassersportler werden dieses Fließ vorerst meiden. Denn das Umtragen des Bootes ist gerade an der Oberen Puhlstromschleuse beschwerlich.

Der niedrige Wasserstand unterhalb tut sein übriges, sodass man im Paddelboot gar nicht mehr an die metallene Treppe heranschwimmt. Die erste Stufe liegt bereits knapp 40 Zentimeter über dem Wasserspiegel.