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| 01:03 Uhr

Was wird nach der Schule?

Dahme-Spreewald.. Wenn heute die Schüler in die Sommerferien starten, werden manche sich keine Gedanken machen, wie es nach den sechs Wochen mit ihnen weitergeht. Erst mal Ferien. Andere treten, wenn sie Glück haben, eine Lehrstelle an. Wieder andere bereiten sich auf eine Lehre im kommenden Jahr vor.


Gerade an sie richtet sich die „Zukunftsbörse - Schule aus! Was nun?“ des Kreises, die am 2. September von 10 bis 20 Uhr ihre Pforten öffnet. Erstmals wird die Zukunftsbörse im Wildauer A 10-Center stattfinden. Darauf verständigten sich Gleichstellungsbeauftragte Elke Voigt und Holger Wandrey vom Center-Management. Beide sehen in der Übereinkunft Vorteile für junge Menschen, die Beratungs- und Informationsbedarf haben.
Dass man sich für den neuen Standort entschieden und den im Sitzungsaal des Rathauses in Königs Wusterhausen aufgegeben habe, sei leicht zu erklären, sagte Elke Voigt, als sie jetzt das Konzept der Zukunftsbörse erläuterte. „Im Rathaus in Königs Wusterhausen war es so eng, da war kein Gespräch mehr möglich.“ Da aber Gespräche zwischen jungen Menschen und den Firmen ausdrücklich erwünscht sind, soll die größere „Mall“ , die Einkaufsmeile im A 10-Center, dafür genutzt werden.
Wandrey sieht darin nicht nur die Vorteile der größeren Fläche, auf der er nicht etwa „wenige Großunternehmen, die viele Quadratmeter brauchen“ unterbringen will, sondern vor allem vielen kleinen Firmen eine Chance geben.
Schon jetzt sei absehbar, dass sich Firmen aus dem Einkaufszentrum beteiligen werden. Das hätten erste Reaktionen auf die etwa 125 rausgeschickten Einladungen ergeben. Allerdings machte Wandrey im Pressegespräch keinen Hehl daraus, dass das A 10-Center weitergehende Interessen hat, denn am 2. September sollen die Jugendlichen „shoppen gehen und sich für die Zukunft wappnen können“ .
Die Anforderungen an die Aussteller sind ebenfalls höher, als in den vergangenen Jahren. „Klappstuhl und Tapetentisch sind nicht erwünscht“ , sagte Holger Wandrey, „denn die Zukunftsbörse braucht einen bestimmten Rahmen.“ Hilfe, den größeren Anspruch an die Außenwirkung zu sichern, werde das Centermanagement für den 2. September allen Ausstellern anbieten. Die Anforderungen an die Besucher sind ebenfalls nicht „ohne“ . In den abgelegeneren Räumen des Centers ist Platz für Bewerbungstraining und Eignungstests. Ob es auch ein Rahmenprogramm gibt, sei noch in der Diskussion. Wenn, dann müsse das einen Sachbezug haben. Ein Bonbon für ältere Besucher ist ein Test, bei dem sie herausfinden können, ob sie mit ihren Fähigkeiten heute überhaupt noch eine Lehrstelle bekämen.
Natürlich engagieren sich bei dieser Zukunftsbörse des Landkreises nicht nur Firmen. Auch Behörden und Organisationen wie das Arbeitsamt Königs Wusterhausen, die Industrie- und Handelskammer oder der Juniorenindustrieclub werden sich mit den Vorstellungen der Jugendlichen beschäftigen. Die IHK beispielsweise fühle sich angesprochen, selbst wenn die Hauptrichtung doch mehr die Unternehmen seien. Trotzdem wolle man den Jugendlichen Informationen an die Hand geben. Ein besonderer Höhepunkt am Stand soll der Eignungstest sein, der mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. „Das Zertifikat hat einen Stellenwert in den Ausbildungsunterlagen“ , sagte der für Ausbildungsfragen zuständige Mitarbeiter der Außenstelle Königs Wusterhausen der IHK Cottbus, Peter Hannemann.
Auch Thomas Flieger vom Juniorenindustrieclub begrüßt den neuen Standort. Er biete viel Platz, sei attraktiv und schaffe einen vernünftigen Rahmen. Auch der Zeitpunkt sei besser gewählt, als der frühere im März oder April. Zwar könne der Juniorenindustrieclub keine Ausbildungsplätze schaffen, doch unterstütze er das Anliegen.
Mit der Zukunftsbörse gleich nach den Sommerferien richtet sich die Gleichstellungsbeauftragte nicht nur an Jugendliche aus dem Nordkreis. Auch Ausbildungsplatz Suchende aus den Altkreisen Lübben und Luckau sind angesprochen, selbst wenn Ende November eine Zukunftsbörse für den Südkreis in Lübben startet. Im vergangenen Jahr hatten sich 36 Firmen an der Zukunftsbörse beteiligt. Schüler hatten das Angebot genutzt und deshalb zu einem erheblichen Gedränge beigetragen. Firmen, die im A 10-Center an der Zukunftsbörse teilnehmen möchten, können sich bei der Gleichstellungsbeauftragten Elke Voigt, Reutergasse 12 in 15907 Lübben (Telefon/Fax 03546/ 20 11 09) anmelden. (km)