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| 19:09 Uhr

Baugeschehen
Waldhaus nimmt wichtige Hürde

 Planer Jörg Karras (r.) erläutert im Beisein von Sachgebietsleiterin Saskia Albrecht, Einrichtungsleiter Alexander Mrose und Kai Schultchen (l.), Geschäftsführer der Dörr GmbH, wie die Lüftungsanlage der Kita Waldhaus gesteuert wird. 
Planer Jörg Karras (r.) erläutert im Beisein von Sachgebietsleiterin Saskia Albrecht, Einrichtungsleiter Alexander Mrose und Kai Schultchen (l.), Geschäftsführer der Dörr GmbH, wie die Lüftungsanlage der Kita Waldhaus gesteuert wird.  FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Die Bauabnahme ist geglückt. Architekt, Planer und die Stadt als Bauherr freuen sich. Nächste Meilensteine werden die Betriebserlaubnis und schließlich der Einzug der 45 Kinder sein. Von Katrin Kunipatz

Eine Baustelle ist die Kita Waldhaus nicht mehr. Doch richtig fertig wird der Kindergarten erst in drei Wochen sein. Noch liegt an einigen Stellen Papier schützend über dem Fußboden. Eingepackte Möbel und gestapelte Kinderstühle müssen noch ihren Platz finden. In anderen Räumen schrauben die Tischler die Schränke für die Gruppenräume zusammen. Und die Garderoben fehlen auch noch.

Am Mittwoch dieser Woche hat der Neubau eine wichtige Hürde genommen. „Bei der Bauabnahme gab es keine Versagensgründe“, erklärt Architekt Uwe Wittig. „Die Kita wird so in die Nutzung gehen können.“ Vorausgesetzt die Betriebserlaubnis wird am Donnerstag erteilt. Aber daran haben weder der Architekt noch die Stadt Lübben als Bauherr Zweifel. Schließlich habe man schon bei der vor drei Jahren begonnenen Planung versucht, die Anforderungen der künftigen Nutzer einzubeziehen und die gesetzlichen Forderungen für ein Gebäude dieser Art zu beachten.

Größte Herausforderung sei es gewesen, auf dem Grundstück neben der bestehenden Kita den Neubau anzuordnen, so Bürgermeister Lars Kolan (SPD). Der Cottbuser Architekt berichtet von verschiedenen Ideen. Herausgekommen sei ein Gebäude, dem man ansieht, dass hier Kinder zu Hause sind, so Wittig. Die Fenster sind verschieden groß und über die gesamte Front verteilt. Während in den Gruppenräumen gerade Wände und rechte Winkel für Ordnung und Verlässlichkeit stehen, sollen die Kinder im Kreativraum mit schrägen Wänden und unterschiedlichen Deckenhöhen täglich erleben, dass es auch andere Möglichkeiten gebe. Architekt Uwe Wittig ist sich sicher, dass Kinder diese Erfahrung mit ins Leben nehmen. Akustikdecken, warme Farben und viel Holz, eine Kinderküche, der Snoezel- und ein Bewegungsraum sowie der Aufzug machen das Haus komplett.

Auf dem neuesten Stand ist die Haustechnik. Es gibt LED-Lichter, Rauchmelder und Wlan in allen Räumen. Jörg Karras, der die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär erarbeitet hat, erläutert, dass eine Wärmepumpe mit acht Bohrungen in 70 Meter Tiefe die einzige Heizung ist. Möglich sei dies, weil das Gebäude dank der 40 Zentimeter starken Wände und den dreifach verglasten Fenstern wenig Wärme nach außen abgibt. Damit Wärme nicht beim Lüften verloren geht, gibt es ein Lüftungssystem, bei dem 80 Prozent der Wärme zurückgewonnen werden. Mit der Lüftung sei es im Sommer außerdem möglich, in den kühlen Nachtstunden das Haus zu belüften und so ein Aufheizen hinauszuzögern.

Was noch fehlt, ist das Außengelände. Der bisherige Spielplatz wird erweitert. Dafür muss ab dem
22. Juli das alte Kitagebäude abgerissen werden. Ende August beginnt mit den Terrassen der Neuaufbau. Im Dezember soll alles fertig sein, sagt Saskia Albrecht, Sachgebietsleiterin Gebäudemanagement der Stadt Lübben. In dieser Zeit werde die Kita auf den öffentlichen Spielplatz an der Feuerwehr ausweichen, sagt Alexander Mrose.

Insgesamt drei Millionen Euro und damit etwa 500 000 Euro mehr als ursprünglich geplant, wird der fertige Kindergarten schließlich kosten, so Bürgermeister Kolan. 1,34 Millionen Euro sind Fördermittel aus dem Programm Ländliche Entwicklung. Am Bau beteiligt waren und sind vor allem einheimische Firmen, so Architekt Wittig.

 Planer Jörg Karras (r.) erläutert im Beisein von Sachgebietsleiterin Saskia Albrecht, Einrichtungsleiter Alexander Mrose und Kai Schultchen (l.), Geschäftsführer der Dörr GmbH, wie die Lüftungsanlage der Kita Waldhaus gesteuert wird. 
Planer Jörg Karras (r.) erläutert im Beisein von Sachgebietsleiterin Saskia Albrecht, Einrichtungsleiter Alexander Mrose und Kai Schultchen (l.), Geschäftsführer der Dörr GmbH, wie die Lüftungsanlage der Kita Waldhaus gesteuert wird.  FOTO: LR / Katrin Kunipatz