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| 17:07 Uhr

Waldbrand
Waldbrand-Lage in Lieberoser Heide entspannt

 In der Lieberoser Heide haben die Bodenkräfte die Löscharbeiten übernehmen können, sodass ein Unterstützung aus der Luft entbehrlich wurde. Die bisherige Gesamtbilanz besagt, dass die Bundespolizei in der Lieberoser Heide (Stand: 28. Juni) 1069 Abwürfe getätigt hat, bei denen 1 380 600 Liter Wasser verwendet wurden.
In der Lieberoser Heide haben die Bodenkräfte die Löscharbeiten übernehmen können, sodass ein Unterstützung aus der Luft entbehrlich wurde. Die bisherige Gesamtbilanz besagt, dass die Bundespolizei in der Lieberoser Heide (Stand: 28. Juni) 1069 Abwürfe getätigt hat, bei denen 1 380 600 Liter Wasser verwendet wurden. FOTO: Bundespolizei
Lieberose. Landkreis: Großschadenslage beendet. Das Amt übernimmt jetzt die Brandwache vor Ort.

Die Lage in der Lieberoser Heide hat sich eine Woche nach dem Brandausbruch weiter entspannt. Von dem Waldbrand, der auf einem munitionsbelasteten Areal von rund 100 Hektar Fläche in den vergangenen Tagen eingedämmt werden konnte, geht momentan keine Gefahr einer Ausbreitung mehr aus, schätzt Einsatzleiter Christian Liebe am Montagvormittag ein. „Das Feuer ist zwar noch nicht gänzlich gelöscht, wurde auf der betroffenen Brandfläche aber soweit unter Kontrolle gebracht, dass es nun in örtlicher Zuständigkeit weiter betreut werden kann“, sagt Dahme-Spreewalds Kreisbrandmeister. Liebe weist darauf hin, dass die augenblicklichen Moorbrände noch längere Zeit weiterschwelen werden und für eine Rauchbelästigung in den umliegenden Ortschaften sorgen können.

Die Vize-Landrätin Susanne Rieckhof hat angesichts der Situation in Abstimmung mit der Einsatzleitung vor Ort entschieden, die Großschadenslage für beendet zu erklären. Die Löschhubschrauber der Bundespolizei befanden sich bereits am vergangenen Wochenende nicht mehr im Einsatz. Mit der aufgehobenen Großschadenslage geht die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung und -beobachtung nun zurück an das Amt Lieberose/Oberspreewald. Die Flächenübergabe an den Amtsdirektor Bernd Boschan erfolgte am gestrigen Montag, 9.30 Uhr. Das Amt prüft bis Mittwoch die Übergabe der Liegenschaft an die Eigentümer. In der örtlichen Zuständigkeit sind nun die weiterführenden Maßnahmen der Brandbewachung und präventiven Waldbrandbekämpfung zu organisieren.

Vize-Landrätin Susanne Rieckhof erklärt: „Unser Dank gilt allen, die Anteil an diesem tagelangen Kraftakt hatten und haben. Besonders natürlich geht dieser an die vielen freiwilligen und hauptamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und Wehren aus ganz Brandenburg und darüber hinaus. Diese haben den Hauptteil der Arbeit bei der Brandbekämpfung und der Sicherung der Ortschaften getragen. Die Mühen der vielen freiwilligen Helfer und Hilfsdienste, insbesondere des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks, des Arbeiter-Samariter-Bunds, der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Katastrophenschutzes und Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg und der örtlichen Forst haben entscheidend zur erfolgreichen Brandeindämmung beigetragen. Dank gilt auch der Landes- und Bundespolizei für ihre Unterstützung aus der Luft.“

Die Löscharbeiten des jüngsten Großbrandes in der Lieberoser Heide hatten seit vergangenem Montagmorgen angedauert. Die Brandbekämpfung wurde durch die schlechte Zuwegung und die sehr hohen Tagestemperaturen in unmittelbarer Nähe zur munitionsbelasteten „roten Zone“ des früheren Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide erneut erschwert. Es handelt sich um Reservatsflächen im Besitz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und des Landesbetriebs Forst.

Seit Montagabend, 25. Juni, hatte der LDS-Kreisbrandmeister als Einsatzleiter die Löscharbeiten vom Stützpunkt in Lieberose aus koordiniert. Mit Einstufung des Brandes als Großschadenslage war die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung bis gestern Morgen auf den Landkreis Dahme-Spreewald übergegangen. Die sich daran anschließende Brandsicherung in jetziger Zuständigkeit des Amtes Lieberose/Oberspreewald wird sich aufgrund der anhaltenden Sommerhitze und des fehlenden Niederschlags voraussichtlich noch weiter hinziehen.