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| 19:00 Uhr

Lieberoser Heide
In der Lieberoser Heide deutet sich Entspannung an

Mit Unterstützung von Bundeswehr, THW, Sanitätsdiensten und zahlreichen Feuerwehren der Region werden die Flammen bekämpft.
Mit Unterstützung von Bundeswehr, THW, Sanitätsdiensten und zahlreichen Feuerwehren der Region werden die Flammen bekämpft. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Lieberose. Feuer auf 200 Hektar munitionsbelasteter Fläche breitet sich nicht weiter aus und brennt ab. Von Ingvil Schirling

Für den Waldbrand in der Lieberoser Heide gibt es erste Zeichen einer Entspannung. Darüber hat Kreisbrandmeister Ronald Judis am Donnerstagabend informiert. Das Feuer breitet sich nicht weiter aus. Seit Montag hatten nördlich der Schießbahn auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bis zu 200 Hektar gebrannt, unter anderem auch Moorkörper.

Die Brandbekämpfung ist auf dem stark munitionsbelasteten Gelände nur aus der Luft möglich. Zwei Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr sollen weiter im Einsatz sein. Im Innenbereich der Fläche gibt es Judis zufolge noch einige Glutnester. Der leichte Nieselregen habe das Feuer nicht gelöscht, insgesamt aber geholfen. Zu Mittwochmorgen war bereits ein kleinerer, etwa drei Hektar großer Abschnitt am Teerofensee und nördlich von Byhlen gelöscht worden.  Ortschaften und Menschen waren nicht in Gefahr.

Am Donnerstag waren rund 200 Einsatzkräfte von der Brandschutzeinheit aus Oder-Spree sowie Helfer des Technischen Hilfswerkes und von Sanitätsdiensten vor Ort. Die am Mittwoch besprochenen Maßnahmen wurden umgesetzt: „Am Boden wurde mithilfe der Bundeswehr westlich der Einsatzstelle ein  fünf Meter breiter Schutzstreifen gezogen“, informierte der Landkreis Dahme-Spreewald. Die beiden Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr dämmten das Feuer aus der Luft ein, indem sie Wasser entlang der Brand­ränder abwarfen. Ein angeforderter Panzer der Bundeswehr half ebenfalls mit.

Das Technische Hilfswerk baute die mehr als sechs Kilometer lange, stabile Wasserversorgung von Klein Liebitz aus auf. „Die große Wasserversorgungskette war ein sehr aufwendiges Projekt, das gut funktioniert“, schätzt Judis ein.

Ein weiteres Problem war die schlechte Funk- und Netzverbindung. Aus der Einsatzzentrale am Byhlener Forsthaus konnten teilweise nicht einmal Faxe verschickt werden. Smartphone-Besitzer waren für jeden kleinen Verbindungsbalken dankbar, die besten Plätze zum Telefonieren sprachen sich bald herum. Mittels eines Umsetzers versuchte die Telekom am Donnerstag, die Telefon- und Funkleitungen zu stabilisieren.

Aufgrund der Entspannung wurde die Brandschutzeinheit abgezogen. Die Feuerwehr blieb mit einem kleineren Kräfteaufgebot über Nacht vor Ort. Geplant ist, die Einsatzstelle am Freitag in die Obhut des Amtes Lieberose/Oberspreewald zurückzugeben. Der Landkreis hatte formal ein Großschadensereignis ausgerufen und damit die Kosten für den Einsatz übernommen.