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| 02:56 Uhr

Vox dreht "Mein himmlisches Hotel" in vier Spreewälder Häusern

Liane und Rainer Konzack vor dem Sommerhaus ihres Romantik-Spreewaldhofes.
Liane und Rainer Konzack vor dem Sommerhaus ihres Romantik-Spreewaldhofes. FOTO: Ingvil Schirling
Neu Zauche/Burg/Golßen. Ein Hoteltest auf Augenhöhe – von Fachmann zu Fachmann sozusagen – darauf setzt die Vox-Dokureihe "Mein himmlisches Hotel". Diese Woche geht es um vier Häuser aus dem Spreewald, darunter das Romantik-Hotel Neu Zauche. Während die Bewertungen über den Bildschirm flimmern, werden dort unterdessen neue Projekte ausgebrütet. Ingvil Schirling

Das Konzept der Doku-Serie ist einfach: Jeweils vier Hoteliers nehmen sich gegenseitig unter die Lupe. Stimmt das Angebot, sind die Laken sauber, schmeckt das Frühstück? Die Kernfragen der Gäste werden zur Abwechslung von hochkritischer Klientel gestellt: der eigenen Konkurrenz.

Entsprechend sahen sich Liane und Rainer Konzack vom Spreewaldhof Romantik in Neu Zauche bei den Kollegen der Pension "Zur Spreewälderin" in Golßen um. Die Burger Häuser "Spreewald Balance" und "Schlangenkönig" blickten sich gegenseitig hinter die Kulissen.

Schon nach zwei Folgen am Montag und Dienstag ist klar: Jedes Haus hat seine Besonderheiten. Bei einem wird an den Möbeln gemäkelt, bei den anderen an der Technik. Liane und Rainer Konzack sind wild entschlossen, es sportlich zu nehmen - und bei den Golßenern damit auf offene Ohren gestoßen. Die Folgen werden zusammen angeschaut - am Montag trafen sich die Gastgeber dafür in Golßen, am gestrigen Dienstag in Neu Zauche.

Anstrengende Drehtage liegen hinter ihnen. "Nebenbei" ist das Alltagsgeschäft zu stemmen. Das Hotel "Spreewaldhof Romantik", verfügt über 22 Zimmer mit 48 Betten. Drei Kamerateams drehten von früh um 7 Uhr bis in den späten Abend. "Das wird dann komprimiert auf 50 bis 55 Minuten", sagt Sarah Konzack. Die Tochter von Rainer und Liane Konzack arbeitet schon lange im Betrieb mit, vor allem im Wellnessbereich.

Die Familie hatte nur wenige kurze Szenen des fertigen Drehs gesehen, ehe am gestrigen Dienstagabend die Folge über ihr Haus ausgestrahlt wurde. Entsprechend groß war die Aufregung. "Die Häuser sind fast auf einem Level", schätzt Sarah Konzack ein. "Jeder hat sein eigenes Konzept."

Jedes Haus hat eigenes Konzept

So liegt der Charme des Neu Zaucher Spreewaldhofs Romantik auch darin begründet, dass er ehemals ein Baumarkt war, was heute freilich kaum noch vorstellbar ist. Die Idee der Familie, sich völlig neu zu orientieren, nachdem die Erlöse ab 2003 einbrachen, hat sich längst ausgezahlt. "Wirtschaftlich war das optimal", schätzt Liane Konzack ein. Sie und ihren Mann zeichnet aus, dass sie ständig neue Ideen ausbrüten und schnell umsetzen. Dem Umbau des Baumarkts zur Pension folgten wenig später die Einstufung als Drei-Sterne-Hotel sowie 2011/12 der teilweise Abriss und anschließende Ausbau von einem Nebengebäude. Der Stil hat sich von mediterran zu modern mit viel Holz und Stein, Braun- und Sandfarben deutlich gewandelt.

Neue Pläne liegen vor

Nun liegen neue Pläne vor. Die Familie hofft auf baldige Bewilligung der Anträge. Der Wellness-Bereich soll mit einem eigenen Haus erweitert werden, ein Innen-Schwimmbad sowie ein biologisch gereinigter Außen-Naturpool könnten dazukommen. Ein neuer Saunabereich und weitere Ruheräume sollen das Ambiente vervollständigen.

"Wir wollen wieder alles in Eigenleistung machen", sagt Rainer Konzack - "bis auf die Technik natürlich". Der 52-Jährige ist ein versierter Allround-Handwerker und hat schon Stamm- und Gästehaus selbst um- und ausgebaut. Der neue Naturpool soll schon zu Saisonbeginn 2015 fertig sein, das Wellness-Haus ein Jahr später.

Inspirieren lassen sich Konzacks unter anderem von eigenen Hotel-Besuchen, auch außerhalb des Filmdrehs. Sie fahren nach Bayern und Österreich. "Dort gibt es Wellness-Tempel, da liegen wir ganz weit zurück", schätzt Rainer Konzack ein. Die Tradition sei eine andere, ergänzt Liane Konzack und erwähnt familiengeführte Häuser über zwei, drei Generationen.

Stolz sind die beiden darauf, "dass wir Gäste haben, die jedes Jahr kommen, teilweise sieben Tage bleiben", sagt Rainer Konzack. Ebenso stolz sind beide auf den hohen Weiterempfehlungs-Grad von 98 Prozent bei Holiday-Check oder die 9,1 von zehn möglichen Punkten bei Booking.com.

Der Herausforderung der "himmlischen Hotels" stellten sie sich gerne. "Ich dachte ja erst an einen Scherz, als der Anruf kam", so Liane Konzack. "Dann folgte die angekündigte Email, und wir haben sehr schnell entschieden mitzumachen." Das Fernsehteam "war eine dufte Truppe", sagt Sarah Konzack. "Wir sind dankbar, dass wir mitgemacht haben. So eine Erfahrung kommt nie wieder", sind sich ihre Eltern einig.

"Mein himmlisches Hotel" bis 6. März täglich 17 Uhr bei Vox.