Von Ingvil Schirling

„Spanned, schön und explosiv“ – diese drei Worte beschreiben die Lieberoser Heide sehr treffend. Hunderte von Hektar Wald und Heide sind 2018 in Flammen aufgegangen und brachten die Sukzessionslandschaft des früheren Militärgeländes in die Schlagzeilen. Der vierte Tag der Lieberoser Heide am 26. Januar möchte sich aber nicht nur damit beschäftigen. Er zielt mit einem umfangreichen Programm darauf ab, dass es dort noch sehr viel mehr zu entdecken gibt.

„Die Lieberoser Heide gehört zu den großräumigen Landschaften Mitteleuropas, die aufgrund ihrer relativen Unzerschnittenheit, ihrer Störungsarmut, ihrer Vielfalt an Lebensräumen und seltenen Arten eine besondere Bedeutung für das natürliche Erbe unseres Landes hat“, ordnet die Stiftung Naturlandschaften ein, die gemeinsam mit dem Förderverein Lieberose und dem Förderverein Nationalpark Lieberoser Heide zu dem Tag einlädt.

Der Förderverein Lieberose nutzt die Gelegenheit, um mit einer Vernissage in sein Ausstellungsjahr zu starten. Der Malkreis des Kunstkreises Beeskow wird Pastellarbeiten, Skizzen und Fotos zu der einmaligen Landschaft in der Darre am Lieberoser Schlosshof präsentieren. Dort beginnt der Tag um 10 Uhr.

Nach der Begrüßung informieren Lucas Opitz und Joachim Faßmann als Geschäftsführer der INA GmbH sowie Annemarie Kaiser von der Stiftung Naturlandschaften über den aktuellen Stand der Internationalen Naturausstellung. Im Anschluss stellen Oberförster Axel Becker und Jenny Eisenschmidt von der Stiftung Naturlandschaften ihr Konzept zum vorbeugenden Waldbrandschutz vor, das vor dem Hintergrund der dramatischen Situationen über die Sommermonate 2018 entstanden ist. Es folgt eine Einführung zu den Infotafeln regionaler Akteure und zur Kunstausstellung.

Nach der Mittagspause wird das wichtige Thema Erdöl- und Erdgasbohrung am Schwielochsee eine Rolle spielen. Dazu sind ein Vortrag und ein Film vorbereitet.

Weiterhin geht es um die versteckten Moore in der Lieberoser Heide und um deren Mächtigkeit, ehe die Fotoshow „Explosives Erbe“ von Naturfotograf Sebastian Hennigs gezeigt wird.

Das Schlusswort ist gegen 16.30 Uhr vorgesehen. Speisen und Getränke stehen in der Darre auf eigene Kosten zur Verfügung. Es wird um Anmeldung bis 20. Januar unter der Emailadresse info@lieberose-heide.de gebeten – verbunden mit einem Hinweis, ob vegetarisches Essen erwünscht ist.