| 16:36 Uhr

Seniorenbetreuung
Gemeinsam statt einsam zum Jahreswechsel

Sylvia Hoffmann (l.) singt gemeinsam mit den Tagesgästen in der neuen Einrichtung des ASB in Lübben.
Sylvia Hoffmann (l.) singt gemeinsam mit den Tagesgästen in der neuen Einrichtung des ASB in Lübben. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Das Motto der Tagespflege des ASB im Seniorenzentrum „An der Berste“ in Lübben ist Programm.

„Wir sind wie eine große Familie“, sagt Peter Mularczyk, Leiter der Tagespflege des ASB. „Unsere Gäste kommen gern her, fühlen sich sehr wohl bei uns. Meine Mitarbeiter mit ihrer herzlichen Art haben einen großen Anteil daran.“ Am Freitag wurde gemeinsam gefeiert. Es war eine vorgezogene Silvesterfeier.

Der große Tisch war mit Silvesterdekoration nett eingedeckt. Und es wurde viel gesungen, hin und wieder auch geschunkelt. Musikschullehrerin Sylvia Hoffmann gab den Rhythmus vor und war begeistert, wie toll die etwa 20 Tagesgäste mitgesungen haben: „Das klingt ja wunderbar, schon fast wie ein richtiger Chor.“ Diese Feier war einer von zahlreichen Höhepunkten in diesem Jahr. Töpfern, Therapie mit Hunden und gemeinsames Singen werden regelmäßig angeboten. Zudem gibt es thematische Feiern zu jeder Jahreszeit.

Im Mai ist die Tagespflege des ASB in der Gartengasse in Lübben eröffnet worden. Das Interesse an einem Platz ist groß. „Wir sind ausgelastet“, sagt Peter Mularczyk, „schicken aber niemanden weg, der zu uns kommen möchte. Und wir bieten Probetage an.“ Derzeit basteln der Leiter und seine Mitarbeiter am Angebot für das nächste Jahr. Geplant sei beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Bunten Bühne Lübbenau weiter auszubauen. „Die speziell auf Senioren zugeschnittenen Programme bereichern unseren Tagesablauf“, sagt Peter Mularczyk. „Zudem werden wir 2018 noch mehr Exkursionen in die nähere Umgebung unternehmen. Unsere Gäste sind sehr an der Entwicklung von Lübben interessiert. Wir selbst profitieren von ihrem historischen Wissen, lernen immer auch etwas dazu.“

Wenn die Tagesgäste im Stadtgebiet unterwegs sind, ist das manchmal mit Hindernissen verbunden. „Die Fußwege zum Markt sind für Menschen mit Rollator doch ziemlich beschwerlich“, sagt der Einrichtungsleiter.“ Dies und vieles mehr wird oft am großen Küchentisch ausgewertet. Auch am Freitag wurde gemeinsam gegessen. Und wer wollte, der durfte auch das Tanzbein schwingen, so wie es sich für eine Silvesterfeier gehört.

(asd)