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Von der Korrigendenanstalt zur modernen Fachklinik

Lübben.. Die Landesklinik Lübben blickt in diesem Jahr auf 130 Jahre medizinische Entwicklung zurück.

"Das bedeutet, dass die Klinik für diesen Zeitraum auch intensiver Bestandteil der Entwicklung der Stadt Lübben und ihres gesellschaftlichen Lebens war und ist", sagt Verwaltungschefin Karin Schuppan.
Das heutige Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie hat eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Von den Niederlausitzer Ständen als Korrigendenanstalt konzipiert und im Jahr 1876 eröffnet, war die Einrichtung ab den Jahren 1891/93 Landesanstalt der Provinz Brandenburg. Im Zweiten Weltkrieg ist das Objekt als Lazarett und Kriegsgefangenenlager fremd genutzt worden und wurde nach langer Schließung im Jahr 1962 als Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie neu eröffnet.
"Heute präsentiert sich unsere Einrichtung als moderne Fachklinik", sagt Karin Schuppan. Sie verweist beispielsweise auf die Allgemein- und Intensivneurologie, die Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie den Fachbereich für Sozialpsychiatrische Rehabilitation. Zudem gebe es eine Tagesklinik und eine Psychiatrische Instituts ambulanz. "Wir verstehen uns als patienten-, mitarbeiter- und qualitätsorientierter Dienstleistungsbetrieb", sagt Schuppan, "und sind sehr schnell in der Lage, die sich wandelnden Patientenbedürfnisse aufzunehmen."
Der hohe Qualitätsanspruch einerseits, aber auch das Engagement der Mitarbeiter andererseits sei ein grundlegender Baustein der Klinik, so die Verwaltungsleiterin. Ziel sei es, Patienten und Bewohner ganzheitlich zu umsorgen, ihnen Sicherheit und Wohlbefinden zu vermitteln und ihnen kompetent zu helfen. Das Leistungsspektrum der Landesklinik decke eine Region mit rund 110 000 Einwohnern ab. Etwa 3500 Patienten pro Jahr würden betreut.

Kooperation mit Partnern
"Wir bieten beste Voraussetzungen, um im künftigen Gesundheitsmarkt des Landes Brandenburg eine führende Rolle einzunehmen", sagt Schuppan. "Die konstruktive Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern, niedergelassenen Fachärzten, Krankenhäusern und behördlichen Einrichtungen ist für uns gelebte Praxis."
Die Lübbener Klinik ist laut Schuppan nicht nur eine anerkannte medizinische Einrichtung in der Region, sondern mit 350 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Dahme-Spreewald. Zudem habe sie sich durch die Vergabe von Aufträgen und umfangreichen Investitionen als ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor positioniert.

Veranstaltungen geplant
Aus Anlass des 130-jährigen Bestehens gibt ist ein Veranstaltungsprogramm für Fachleute, aber auch für die breite Öffentlichkeit. So wird sich am Montag, dem 29. Mai, der Fachbereich für Sozialpsychiatrische Rehabilitation von 14.30 Uhr bis 18 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vorstellen. Vom 13. bis 16. Juni findet das traditionelle Sommerfest statt. Am 17. Juni gibt es ein Symposium zum Thema Multiple Sklerose (MS), im September die Eröffnung von Haus 4. Vom 21. bis 22. September ist eine Tagung des Fachbeirates für Psychiatrie und Psychotherapie der Asklepios Kliniken geplant. (as/dh)