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Von blühenden Spreewaldlandschaften

Die Frühlingsausstellung im Lübbener Schloss ist musikalisch von Schülern der Kreismusikschule begleitet worden. Sie spielten Akkordeon und Keyboard. Für die jungen Musiker gab es eine kleine vorösterliche Überraschung von Museumsleiterin Christina Orphal.
Die Frühlingsausstellung im Lübbener Schloss ist musikalisch von Schülern der Kreismusikschule begleitet worden. Sie spielten Akkordeon und Keyboard. Für die jungen Musiker gab es eine kleine vorösterliche Überraschung von Museumsleiterin Christina Orphal. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Frühlingshafte Stimmung ist ins Lübbener Schloss eingezogen. Die Ausstellung "Leise zieht durch mein Gemüt…" zeigt den Frühling im Spreewald, wie ihn Maler des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart erlebt und auf die Leinwand oder das Papier gebracht haben. I. Hoberg

Nach der musikalischen Eröffnung am gestrigen Nachmittag führte Museumsleiterin Christina Orphal durch die Ausstellung, die durch eine gelungene Präsentation von Gemälden aus dem Fundus und von Leihgaben von Privatsammlern die Besucher beeindruckt. Ein meisterhafter Solitär ist die "Eiche bei Burg" (1912) des dänischen Landschaftsmalers Peder Monstedt aus Privatbesitz. "Solch ein Gemälde kann sich das Museum mit seinem Budget nicht leisten", sagte die Museumschefin. Auch der "Gänsehirte" von Theodor Hosemann ist gut in Szene gesetzt. Der Genremaler schlug in seinen Bildern gern auch kritische und freche Töne an, wie sie beim Rundgang bemerkte. Aus dem Bestand des Lübbener Stadt- und Regionalmuseums ist der "Birnbaum" (1950) von Erich Steyer zu sehen - ein Blick auf Lübben, wie ihn Christina Orphal als Kind erlebte. Auch Arbeiten von Walter Moras, Willi Schieber und Paul Lüdicke hat das Museum im Bestand - ebenso von Bianca Commichau-Lippisch. Der einst in Jamlitz beheimateten Malerin hatte das Museum 2006 eine eigene Ausstellung gewidmet. Zahlreiche Arbeiten von Künstlern aus dem Spreewald seien 1945 verloren gegangen, stellte die Museumsleiterin fest. Auch bei den Biografien gebe es große Lücken. "Wer dazu Material hat, kann sich an unser Haus wenden", erklärte sie.

Als einzige Lübbener Künstler der Gegenwart zeigen Ingrid Groschke und Sybille Grunert den Spreewald im Frühling.

Die Frühlingsausstellung läuft bis 27. April. In der Wintersaison bis 31. März ist die Ausstellung Mittwoch bis Freitag von 10 bis 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr zu sehen. Am 1. April beginnt die Sommersaison, dann ist das Museum im Lübbener Schloss Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.