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| 14:23 Uhr

Lübben
Volkssolidarität Lübben mit neuem Vorstand

 Mitglieder der Volkssolidarität in Lübben wählen den neuen Vorstand. Peter Paulsen (vorn Mitte) ist der Vorsitzende der Ortsgruppe.  Foto: Staindl
Mitglieder der Volkssolidarität in Lübben wählen den neuen Vorstand. Peter Paulsen (vorn Mitte) ist der Vorsitzende der Ortsgruppe. Foto: Staindl FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Von Andreas Staindl

Der neue Vorstand der Ortsgruppe der Volkssolidarität Bürgerhilfe in Lübben steht. Er wurde während der Jahresversammlung von den Mitgliedern gewählt. Sieben Frauen und ein Mann gehören dem Gremium an. Peter Paulsen steht an der Spitze. Er hatte die Ortsgruppe während der vergangenen zwei Jahre schon kommissarisch geführt. Carola Ahlert dankte ihm, aber auch den anderen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement: „Sie leisten viel ehrenamtliche Arbeit. Auch die Finanzen der Ortsgruppe sind tippi toppi.“ Die Geschäftsführerin der Volkssolidarität in der Region Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming würdigte auch die Volkshelfer: „Sie sind ganz wichtig für uns.“

Peter Paulsen bezeichnet die Helfer sogar als „unsere Basis. Wir müssen aufpassen, dass wir ihr Engagement nicht aus den Augen verlieren.“ Erika Schneider ist eine der aktivsten Volkshelfer. „Sie steht mit Abstand ganz weit oben im Ergebnis unserer Listensammlung“, sagt Peter Paulsen. 1042 Euro wurden ihm zufolge von den Helfern im vergangenen Jahr gesammelt. Ein Teil des Geldes fließt in die Ortsgruppe zurück. Mit dem Geld aus der Listensammlung des gesamten Regionalverbands werden auch soziale Projekte unterstützt. Diesmal sollen etwa neue Stühle für die Begegnungsstätte in der Geschwister-Scholl-Straße angeschafft werden. Dieser Wunsch von Mitgliedern passt zum diesjährigen Motto des Regionalverbands, sagt Carola Ahlert: „Begegnungen ermöglichen, Gemeinschaft fördern.“

Eine zweite Begegnungsstätte betreibt die Volkssolidarität mit der „Kleist-Stube“ in Lübben-Nord. Diese beiden festen Einrichtungen mit ihren regelmäßigen Angeboten sorgen dafür, dass etwa dreimal so viele Teilnehmer (2450 in 2018) bei Veranstaltungen der Ortsgruppe als vor fünf Jahren gezählt wurden. Etwa 150 bis 180 Leute bilden den harten Kern, wie Peter Paulsen sagt: „Spielenachmittage und Gymnastik sind besonders beliebt.“ Bildungsangebote dagegen würden immer weniger genutzt. „Das ist sehr schade“, sagt das Vorstandsmitglied Edith Redlich, „denn die Organisation kostet viel Zeit und Mühe.“

Peter Paulsen regt an, nach „neuen Formaten und Inhalten zu suchen“. Heimatgeschichtliche Vorträge könnten eine Idee sein – das wurde während der Versammlung deutlich.

162 Mitglieder zählt die Ortsgruppe der Volkssolidarität in Lübben derzeit – 27 weniger als vor zwei Jahren. „Man muss nicht erst bis zum Rentenalter warten, um bei uns mitzumachen“, sagt Carola Ahlert. „Volkssolidarität ist viel mehr, als nur Kaffeetrinken. Selbst das aber ist Begegnung, ist Kommunikation. Ohne unsere Angebote würden noch mehr Menschen vereinsamen.“ Für sie ist die Ortsgruppe „eine der aktivsten unseres Regionalverbands“. Heinz Kammer hat großen Anteil daran. Er rettete die Volkssolidarität nach der Wende nicht nur in das neue System, sondern brachte sich auch engagiert in die Vorstandsarbeit einst  als Vorsitzender. „Heinz Kammer hat immer für uns gekämpft“, sagt Peter Paulsen. „Er ist vor wenigen Tagen im Alter von 96 Jahren verstorben.“ Der Vorsitzende würdigt die Verdienste des Ehrenvorsitzenden: „Heinz Kammer hat sich trotz seines hohen Alters nie zurückgezogen. Er wird uns sehr fehlen.“ Auch Carola Ahlert behält den 96-Jährigen in „guter Erinnerung. Die Volkssolidarität war seine Familie.“

Zum neuen Vorstand gehören:

Peter Paulsen, Regina Falk, Edith Redlich, Erika Schneider, Christel Schönfelder, Karin Schreiber, Doris Sievers und Christine Kempe.

 Mitglieder der Volkssolidarität in Lübben wählen den neuen Vorstand. Peter Paulsen (vorn Mitte) ist der Vorsitzende der Ortsgruppe.  Foto: Staindl
Mitglieder der Volkssolidarität in Lübben wählen den neuen Vorstand. Peter Paulsen (vorn Mitte) ist der Vorsitzende der Ortsgruppe. Foto: Staindl FOTO: Andreas Staindl