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| 17:53 Uhr

Planung
Viele Ideen für den Stadtumbau in Lübben-Nord

Für das Stadtumbaukonzept Lübben-Nord sind zahlreiche Hinweise eingegangen, wie das Quartier lebenswerter werden soll. Deshalb musste die Präsentation in den Herbst verschoben werden.
Für das Stadtumbaukonzept Lübben-Nord sind zahlreiche Hinweise eingegangen, wie das Quartier lebenswerter werden soll. Deshalb musste die Präsentation in den Herbst verschoben werden. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Eigentlich sollte das Konzept den Stadtverordneten in ihrer gestrigen Sitzung präsentiert werden. Doch das wurde aufgrund der vielen Hinweise verschoben.

Eigentlich sollte die Stadtumbau-Strategie für Lübben-Nord den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag schon präsentiert werden. Doch nun muss sie auf Oktober verschoben werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Grund ist ein positiver: Es haben sich so viele Lübbener dazu mit ihren Hinweisen und Ideen eingebracht, dass die Verwaltung mit dem Einarbeiten nicht ganz hinterherkam.

So könnte man frei ausdrücken, was die Stadtverwaltung wie folgt formuliert: „Es sind zahlreiche Bürgerhinweise eingegangen, die nun sorgfältig in die Zielplanung, die aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) abgeleitet wurde, eingearbeitet werden.“ Korrekt heißt das Konzept „Städtebauliche Zielplanung der Fördergebietskulisse Lübben-Nord“.

Seit Juli waren die Einwohner des Stadtteils dazu aufgerufen, ihre Ideen einzubringen. Einige meldeten sich direkt im Rathaus, andere über Einrichtungen und Organisatoren vor Ort wie ASB, Kitas oder den Migrationsfachdienst. „Die Jugendfreizeiteinrichtung „die insel“ unternahm einen Stadtrundgang mit Kindern und Jugendlichen, aus dem zahlreiche Anregungen hervorgingen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Vorschläge sind in der Tat überdenkenswert. Es könnte ein Hundeplatz eingerichtet werden als umzäunte Fläche, auf der Hunde ohne Leine herumlaufen können. Eine Skateranlage, ein Hockeyplatz oder eine BMX-Strecke sind im Gespräch. Praktisch wären Glascontainer auf dem Parkplatz des Supermarktes oder Bänke an den Bushaltestellen, dringend nötig seien öffentliche Toiletten. Gewünscht werden eine Verkehrsberuhigung auf der Hartmannsdorfer Straße, mehr Grün, Versickerungsmulden, mehr Wege durch das Quartier, möglichst barrierefrei.

„Einen witterungsgeschützten Treffpunkt haben sich alle Generationen gewünscht, auch ein Quartierstreff mit einer offenen Bühne wurde genannt“, informiert die Verwaltung. Das bringe, resümiert Stadtplanerin Karin Jacobsen, den Wunsch der Bewohner zum Ausdruck, dass sich die im Quartier lebenden Generationen treffen und austauschen können. Insgesamt werde ein mehrgenerationen-gerechtes Quartier gewünscht, schlussfolgert Karin Jacobsen.

Sehr viel Zeit kann sich die Stadt mit dem Einarbeiten dieser Hinweise allerdings nicht mehr lassen. Denn bis zum 31. Oktober muss die städtebauliche Zielplanung erarbeitet sein, die dann vom Fördermittelgeber zu bestätigen ist.

Der Ansatz zum Stadtumbau in Lübben-Nord stammt aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept Insek, in dem es vor allem auch um bezahlbares Wohnen, neue Wohn- und Umfeldqualitäten ging. In diesem Zuge hat sich die Stadt um eine Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau III“ beworben.

Zunächst wurde festgelegt, welches Gebiet davon profitieren darf: die Kleist-, Fontane-, Goethe, Wettiner und Hartmannsdorfer Straße, Am Eichengrund, Berliner Chaussee sowie Am Frauenberg mit allen Einrichtungen wie Schule, Kitas, Behindertenwerkstatt, Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten. Wird nun die zweite Hürde genommen, könnten die Vorhaben mit einer jeweiligen Drittelfinanzierung von Bund, Land und Stadt umgesetzt werden.

Das Wohngebiet Lübben-Nord besteht zum Großteil aus Neubauten, in denen durchaus auch Potenzial steckt. Das soll mit dem Konzept genutzt werden.
Das Wohngebiet Lübben-Nord besteht zum Großteil aus Neubauten, in denen durchaus auch Potenzial steckt. Das soll mit dem Konzept genutzt werden. FOTO: LR / Ingvil Schirling