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Viel Lob für neue Wohnanlage

Heiderose Jordan (l.) und Christel Wagner nehmen Eberhard Wagner in die Mitte. Die drei Senioren fühlen sich sehr wohl in der neuen Wohnanlage des ASB an der Berste in Lübben.
Heiderose Jordan (l.) und Christel Wagner nehmen Eberhard Wagner in die Mitte. Die drei Senioren fühlen sich sehr wohl in der neuen Wohnanlage des ASB an der Berste in Lübben. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Die neue Wohnanlage "Wohnen und Leben an der Berste" des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Lübben ist fertiggestellt. Seit Anfang Dezember des vergangenen Jahres sind die Wohnungen bezogen. Die Mieter fühlen sich dort sehr wohl. Andreas Staindl / asd1

26 altersgerechte Wohnungen sind in der neuen Wohnanlage in Nachbarschaft des Mehrgenerationenhauses (MGH) an der Gartengasse entstanden. Heiderose Jordan ist eine der Mieter. "Ich wollte eigentlich mit meinem Mann hier einziehen", erzählt sie, "doch er ist plötzlich im Frühjahr des vergangenen Jahres gestorben." Ein Schicksalsschlag für die 73-Jährige nach 54 Jahren Ehe. "Ich habe keine familiären Ansprechpartner in Lübben. Meine Familie wohnt weit weg." Deshalb hatte sie sich im August 2016 "spontan entschieden", in die neue Wohnanlage zu ziehen.

"Das wichtigste Argument für mich ist, dass ich hier Pflege und Betreuung erhalte, wenn es nötig ist. Noch komme ich allein zurecht, doch das kann schon über Nacht anders sein." Tagespflege und Sozialstation befinden sich im Erdgeschoss des Hauses.

Heiderose Jordan hat ihren Umzug von der 200 Quadratmeter großen Wohnung an der Lindenstraße in Lübben in das neue Objekt des ASB und damit in eine knapp 50 Quadratmeter große Wohnung nicht bereut. "Die Wohnqualität ist eins a. Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Wohnung ist behindertengerecht. Es gibt breite Türen, Küche und Bad sind super, der Balkon ist klasse. Ich ziehe hier nicht mehr aus." Die 73-Jährige hat sich komplett neu eingerichtet. "Meine alten Möbel habe ich verkauft."

Nach und nach lernt sie ihre Nachbarn kennen. Etwa Helmut König. Der 89-Jährige wollte ursprünglich mit seiner Frau einziehen. "Einen Antrag auf betreutes Wohnen hatten wir schon vor drei Jahren gestellt. Unser Hausarzt hatte das empfohlen." Inzwischen ist seine Frau verstorben. Sie war schwer krank, wie Helmut König sagt. "Ich bin jetzt allein in Lübben. Meine Tochter wohnt in Cottbus." Er ist deshalb von der Theodor-Fontane-Straße in Lübben-Nord an die Berste gezogen.

"Meine bisherige Vier-Raum-Wohnung war mir zu groß. Zudem fiel es mir immer schwerer, meine Einkäufe bis in die dritte Etage des Wohnblocks die Treppe rauf zu tragen." Im ASB-Objekt steht ihm ein Fahrstuhl zur Verfügung. Und die Optionen Tagespflege sowie Sozialstation.

Der ASB bietet ein komplettes Betreuungspaket vor Ort. Eberhard (76) und Christel Wagner (78) finden das super. "Wir haben nach einer Wohnanlage gesucht, die uns privaten Spielraum lässt, wo wir im Ernstfall aber auch Hilfe erhalten und wenn nötig betreut werden, wenn es uns nicht mehr so gut geht."

Zwei Schlaganfälle hat Christel Wagner hinter sich, wie sie sagt. Auch ihr Mann ist gesundheitlich angeschlagen. "Deshalb ist für uns der Notrufschalter in unserer Wohnung sehr wichtig", sagt der 76-Jährige. "Er garantiert uns schnelle Hilfe rund um die Uhr."

Familienangehörige haben sie nicht in Lübben. Und doch ist vor allem der 78-Jährigen der Umzug nicht leichtgefallen, sagt sie: "Als die ASB-Geschäftsführerin Helga Meier den Nagel während des Richtfests ins Gebälk geschlagen hatte, habe ich noch nicht daran gedacht, hier mal einzuziehen." Ihr Mann dagegen sieht den Wohnungswechsel "realistisch. Jetzt beginnt halt ein neuer Abschnitt."

Seit 1964 hatten sie im Wohnblock an der Goethestraße im Norden der Kreisstadt gewohnt. Ihr neues Zuhause an der Berste finden sie "super. Der Schnitt der Wohnung ist klasse. Wir konnten fast alle Möbel mitnehmen. Zudem gibt es hier einen Fahrstuhl. Wir würden unsere Einkäufe sonst gar nicht mehr in die Wohnung bekommen", sagen Wagners. "Und die Lage am Hain mit Blick aufs Wasser ist top. Beim ASB hat man zudem jederzeit ein offenes Ohr für uns. Manja Schröder und Sven Meier etwa sind immer für uns da. Wer sich hier nicht wohlfühlt, der ist selber schuld."