ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:04 Uhr

Viel Lob für den Lübbener Löschzug

LÜBBEN.. Der Löschzug Lübben/Stadt ist ein wichtiger Pfeiler im Zusammenspiel der Feuerwehren und anderer Rettungskräfte des Landkreises Dahme-Spreewald. So schätzte es Willy Drannaschk auf der Jahreshauptversammlung des Löschzuges am Freitagabend ein. Für den Kreisbrandmeister ist die Einsatzbereitschaft „beispielhaft für den gesamten Landkreis. Der Löschzug besitzt einen hohen Ausbildungsstand und ist eine große Stütze.“ Von ANDREAS STAINDL

Auch Stadtbrandmeister Bernd Wrege war voll des Lobes: "Der Löschzug hat seine Aufgaben im Vorjahr mit Bravour bewältigt. Probleme bei der Ausbildung wie in anderen Wehren gibt es nicht." Ortswehrführer Hagen Mooser bestätigt: "2004 nahmen viele Kameraden an Weiterbildungen teil und brachten sich so auf den neuesten Stand."

Dank an die Arbeitgeber
Mooser versäumte es nicht, den jeweiligen Arbeitgebern zu danken, die ihre Mitarbeiter dafür freistellten. Im September führten der Löschzug Lübben/Stadt, die Ortswehr Radensdorf sowie der Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe Lübben zudem einen Ganztagslehrgang durch, inklusive Jahresübung im Spreewerk Lübben. 28 normale Ausbildungsdienste und 22 Gefahrgutdienste wurden 2004 im wöchentlichen Wechsel realisiert. Der Löschzug Lübben führte auch Gefahrguteinsatzübungen durch und sicherte zehn Veranstaltungen in der Stadt, dazu zwei Großkonzerte auf der Schlossinsel sowie das Spreetreiben. Zudem pumpten die Kameraden 32 Flachspiegelbrunnen im Stadtgebiet ab.
"Größere Tageseinsätze gab es 2004 nicht und damit auch keine Probleme bei der Besetzung der Fahrzeuge", erklärte der Ortswehrführer. 95 Einsätze gab es im Vorjahr, davon 40 Brände (darunter jeweils elf Wald- und Gebäudebrände) und 43 technische Hilfeleistungen. Am häufigsten rückte der Löschzug mit je 14 Mal im August und September aus, gefolgt vom Juni (elfmal). Neun Personen und zwei Tiere wurden gerettet oder aus Zwangslagen befreit. Zwei Personen und ein Tier konnten die Kameraden nur tot bergen.
Laut Mooser gab es auch nicht alltägliche Einsätze: Im Mai eine Person unterm Zug, im Juni ein Junge mit dem Finger durch ein Blech. Im selben Monat die gewaltsame Öffnung einer Wohnungstür, hinter der ein erschrockener Mann saß. Direkt von einem Kameradschaftsabend wurden die Kameraden im Oktober zu einem Brand am Südbahnhof gerufen.
Investitionen an den Löschwasserbrunnen waren schon für 2004 geplant, fielen jedoch dem Rotstift zum Opfer. "Auch im Haushalt 2005 ist die Maßnahme nicht berücksichtigt", erklärte Lübbens Ordnungsamtschef Christoph Bartoszek. Geld eingeplant sei aber für eine Abgasabsaug anlage. Bartoszek kündigte an, dass 2005 ein neues Brandschutzkonzept erstellt werden müsse. "Die Einsatzbereitschaft ist aber auch bisher schon gewährleistet", versicherte er. 52 aktive Kameraden zählt der Löschzug Lübben/Stadt derzeit.

Erhebliche Mittel von der Stadt
Dankbar ist der Ortswehrführer, dass die Stadt Lübben 2004 "erhebliche Mittel für die Feuerwehr bereitstellte". So konnten beispielsweise 20 Einsatzhosen, ein Bootsmotor, drei Wasserrettungsanzüge und weiteres beschafft werden.
Baulich war die Komplettrenovierung des Vereinsraumes sowie die Reparatur des Inventars die wichtigste Maßnahme. Werner Lehmann, Kreisbrandmeister a. D., ist froh, "dass der Löschzug nicht unter Abwanderung junger Leute leidet".