| 13:00 Uhr

Dahme-Spreewald
Viehdiebe schlagen erneut in der Lausitz zu

ARCHIV - Kühe stehen am 02.07.2012 in der neuen Milchviehanlage eines Agrarbetriebs in Mittelhausen bei Erfurt. Mit stabilen Preisen auch Löhne und Gehälter attraktiv gestalten - die Milchwirtschaft in Thüringen steht vor Herausforderungen. Kurzfristige Mehrerlöse helfen da nicht weiter. (zu dpa «Thüringens Milchbauern brauchen mehr Preisstabilität» vom 26.09.2017) Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Kühe stehen am 02.07.2012 in der neuen Milchviehanlage eines Agrarbetriebs in Mittelhausen bei Erfurt. Mit stabilen Preisen auch Löhne und Gehälter attraktiv gestalten - die Milchwirtschaft in Thüringen steht vor Herausforderungen. Kurzfristige Mehrerlöse helfen da nicht weiter. (zu dpa «Thüringens Milchbauern brauchen mehr Preisstabilität» vom 26.09.2017) Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Martin Schutt / dpa
Schönwalde. Die Viehdiebe sind wieder da. Sechs Monate nach ihrem letzten Coup haben die Unbekannte in der Nacht zum Dienstag erneut in der Lausitz zugeschlagen. Die Soko „Koppel“ ermittelt.

Im Frühjahr hat die Diebstahlserie auf Lausitzer Bauernhöfen für ziemlichen Wirbel gesorgt. Das Landeskriminalamt (LKA) hatte daraufhin extra eien Soko „Koppel“ eingerichtet. Danach herrchte plötzlich Ruhe. Bis heute.

In der Nacht zum Dienstag haben die Täter wieder zugeschlagen, diesmal in Schönwalde (Dahme-Spreewald). „Der Polizei wurde am Dienstagnachmittag ein Viehdiebstahl angezeigt, der offenbar in der voran gegangenen Nacht an der Waldower Straße verübt wurde“, berichtet Polizeisprecher Ralph Meier am Mittwoch. Der Agrargenossenschaft seien acht Jungkühe gestohlen worden, ein weiteres Tier sei bei dem Diebstahlversuch verendet. Dem Betrieb entstand so ein geschätzter Schaden von insgesamt 7500 Euro.

Im Rahmen der ersten Spurensicherung waren am Abend Kriminaltechniker des Tatortdienstes im Einsatz. Die weiterführenden Ermittlungen hat die Soko „Koppel“ des LKA übernommen.

In Brandenburg sind 2016 insgesamt 22 Fälle von Viehdiebstahl gemeldet worden, in diesem Jahr gab es bisher sechs. „Bei Viehdiebstahl handelt es sich zwar um einen zahlenmäßig kleinen Deliktbereich, aber hinsichtlich des entstehenden Schadens für die landwirtschaftlichen Betriebe um ein durchaus ernsthaftes Problem“, erklärte Wolfgang Brandt vom Innenministerium im Frühjahr gegenüber der RUNDSCHAU. „Zumal sich die Schadenshöhe allein in diesem Jahr bereits auf geschätzt mehr als 360 000 Euro beläuft.“

(bob)