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| 02:41 Uhr

Vertrag für Wanderweg über Hartmannsdorfer Wehr unterzeichnet

Geschäftsführer Jörg Wiesner (l.) und Bürgermeister Lars Kolan unterzeichneten den Vertrag zum Hartmannsdorfer Wehr.
Geschäftsführer Jörg Wiesner (l.) und Bürgermeister Lars Kolan unterzeichneten den Vertrag zum Hartmannsdorfer Wehr. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Die Stadt Lübben wird eine Querung für Fußgänger und Radfahrer über das Hartmannsdorfer Wehr errichten lassen. Dieses Vorhaben wird im Zuge der Erneuerung des Wehrs erfolgen und ist in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt, den Bürgermeister Lars Kolan (SPD) und Jörg Wiesner, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands "Nördlicher Spreewald", jetzt unterzeichnet haben. I. Hoberg

Der Verband ist im Auftrag des Landes Brandenburg Träger des Ersatzneubaus, für den eine Bauzeit von zweieinhalb- bis drei Jahren eingeplant ist. Für insgesamt mehr als neun Millionen Euro soll das Wehr mit Kahnschleuse und Fischwanderhilfe in der Spree erneuert werden, so der Geschäftsführer.

Die Kosten für die Querung werden auf rund 280 000 Euro geschätzt, wobei Lübben auf 189 400 Euro Fördergeld hofft. Nur wenn diese fließen, kann der Geh- und Radweg gebaut werden - das ist über eine entsprechende Klausel im öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen Stadt und Verband geregelt. Die Kommune will die einzige Spreequerung zwischen Lübben und Schlepzig erhalten. Bisher wurde der vorhandene Bediensteg genutzt. Dafür wird es zukünftig keine Duldung durch das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz als Bedienungs- und Unterhaltungspflichtiger der wasserwirtschaftlichen Anlage geben.

Bisher ist der Rad- und Wanderweg von Lehnigksberg über Wiesenau entlang der Fischteiche nach Petkampsberg und Schlepzig ausgeschildert. Es handelt sich um mehrere überregional wichtige Radtouren: den Gurken- und den Spreeradweg, den Hofjagdweg und die Route "Historische Stadtkerne" wie auch den Europawanderweg E 10. Sie sollen dann von Lehnigksberg über Hartmannsdorf und die Wehrquerung geführt werden.

Die Planung für den Ersatzneubau des Wehres wurde und die Bauausführung wird europaweit ausgeschrieben, wie Geschäftsführer Wiesner informierte. Der Kahnfährbetrieb bleibe während der Bauzeit gewährleistet, sagte er. Auch der Wasser- und Bodenverband wartet gegenwärtig noch auf die Bereitstellung der Mittel.