Vor einem halben Jahr sollte das Bahnhofsgebäude in Lubolz schon einmal versteigert werden. Doch dann kam Ende März die Corona-Pandemie dazwischen. Nun wird das um 1914 errichtete Gebäude samt Grundstück in der Herbstauktion der Deutsche Grundstücksauktionen in Berlin erneut aufgerufen. Das Mindestgebot von 9000 Euro bleibt bestehen.
Der Bahnhof wäre ein echtes Liebhaberstück, denn an dem Gebäude muss viel modernisiert und saniert werden, damit es heutigen Ansprüchen an ein Wohnhaus entspricht. In der Beschreibung heißt es: Die Elektro- und Sanitärinstallationen sind in einem nicht zeitgemäßen Zustand, es gibt keine funktionsfähige Heizungsanlage. Für andere Nebengebäude auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück an der Bahnstrecke von Lübben nach Berlin komme nur ein Abriss infrage.
Denn genutzt wird der Bahnhof schon lange nicht mehr. Den Haltepunkt hat die Bahn auf der gegenüberliegenden Seite der Lubolzer Bahnhofstraße eingerichtet.
Lauchhammers Bürgermeister gewinnt Auktion Drei, zwei, eins – Bahnhof meins

Lauchhammer/Senftenberg

Etwas besser sieht es beim ebenfalls bei der Auktion angebotenen Bahnhofsgebäude in Neuendorf aus. Um 1910 errichtet, werde es seit mehreren Jahren zu Wohnzwecken genutzt und sei aktuell auch vermietet, heißt es im Auktionskatalog.
Jedoch müsse auch hier saniert und modernisiert werden, denn geheizt wird jedes Zimmer mit einem Kachelofen. Zum rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück gehört auch ein Stück Wald. Das Mindestgebot für den Neuendorfer Bahnhof liegt bei 8000 Euro.
Beide Versteigerungen finden am 25. September in Berlin statt.