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| 17:08 Uhr

Neujahrsnachwuchs
Verspätete Neujahrsbabys

Das erste in Lübben geborene Baby ist die kleine Anni Martha Richter aus Stradow.
Das erste in Lübben geborene Baby ist die kleine Anni Martha Richter aus Stradow. FOTO: Konstanze Lüders / LR
Lübben. Anni Martha Richter und Aaron Ben Bröker sind die ersten Babys 2018 im Klinikum Dahme-Spreewald.

Von Jenny Theiler

Sie ist nicht ganz pünktlich, aber immer noch die Erste - die kleine Anni Martha Richter. Um 0.36 erblickt das Mädchen am 3. Januar das Licht der Welt und ist damit das erste Baby, das im Jahr 2018 im Spreewaldklinikum geboren wurde. Die kleine Lübbenerin bringt bei einer Größe von 54 Zentimetern ein zartes Gewicht von 3330 Gramm auf die Waage, was dem Durchschnitt eines deutschen Neugeborenen entspricht. Die stolzen Eltern sind Claudia und Marco Richter. Das Spreewaldklinikum ist das einzige Krankenhaus im Spreewald mit einer Entbindungsstation und gehört zusammen mit dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen zum Klinikum Dahme-Spreewald. In beiden Krankenhäusern zusammen werden pro Jahr durchschnittlich 1200 Kinder geboren. Dennoch kann sich keine der beiden Kliniken im Jahr 2018 über ein Neujahrsbaby freuen. In Königs Wusterhausen hatte es der kleine Aaron Ben Bröker aus Wildau zwar ein bisschen eiliger als Anni Richter, wurde aber auch erst am 2. Januar um 9.55 Uhr im Achenbach-Krankenhaus geboren. Die Eltern, Sabrina Bröker und Nicolas Rempt können sich über einen strammen Jungen von 4080 Gramm freuen. Mit einer Körpergröße von 57 Zentimetern liegt Aaron Ben knapp über dem deutschen Durchschnitt.

„Wir hatten diesmal in beiden Häusern weder ein Silvester- noch ein Neujahrsbaby“, erzählt Ragnhild Münch vom Spreewaldklinikum Lübben. Dies sei zwar ungewöhnlich, aber dennoch kein schlechtes Omen. Prognosen für das Geburtsjahr 2018 könne man allerdings noch nicht abgeben. Das Jahr 2017 war jedoch ein erfolgreiches Babyjahr. Mit 534 Entbindungen in Lübben und 730 in Königs Wusterhausen liegt die Gesamtzahl der neugeborenen Kinder – Mehrlingsgeburten mitgerechnet – bei 1271. Das entspricht dem Orientierungswert von durchschnittlich 500 Geburten in Lübben und 700 in Königs Wusterhausen.

2016 sei ein regelrechter Babyboom ausgebrochen. Mit 1332 Geburten wurden die Erwartungen der Kliniken weit übertroffen. Eine solche Zahl gebe es aber so schnell nicht wieder, so Ragnhild Münch.