Die gute Nachricht für alle, die in Lübben an der zentralen Abwasserversorgung angeschlossen sind: Die Gebühren bleiben im nächsten Jahr mit 4,65 Euro pro Kubikmeter stabil. Anders ist es dagegen bei der dezentralen Abwasserentsorgung durch die Stadtentwässerung Lübben (SEL). Die neue Gebührensatzung sieht folgende Erhöhungen vor. Für einen Kubikmeter Schmutzwasser aus abflusslosen Sammelgruben werden künftig 15,98 Euro statt bisher 9,95 Euro fällig. Teurer wird auch die Entsorgung von Klärschlamm aus Kleinkläranlagen. Hier sind ab dem kommenden Jahr 25,94 Euro pro Kubikmeter statt bisher 14,44 Euro zu bezahlen.

Lübbener Stadtverordnete bestätigen Gebührenerhöhung

SEL-Werkleiter Bert Dörre begründet die Erhöhung mit einer Kostenunterdeckung bei der Nachkalkulation für 2017 und 2018 sowie Investitionsmaßnahmen bei der dezentralen Annahmestation auf der Kläranlage in Lübben. Die Stadtverordneten bestätigten die Änderung der Gebühren einstimmig.
Zuvor hatte Dörre den Bericht für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Demnach hat sich die Schmutzwassermenge im Vergleich zum Jahr 2018 um 7000 Kubikmeter verringert. Insgesamt fielen 697 900 Kubikmeter Schmutzwasser an. Nur etwa ein Prozent davon stammte aus der dezentralen Entsorgung. Insgesamt 2,2 Millionen Euro hat die SEL im vergangenen Jahr investiert. Saniert wurde beispielsweise das Hauptpumpwerk in der Brauhausgasse. Neu gebaut wurden der Schmutzwasserkanal im Houwald-Damm und die Hauptdruckleitung zwischen Kiefernweg und Rotem Nil. Im Jahr 2020 setzt die SEL die Erneuerung der Abwasserhauptdruckleitung fort. Die Bauarbeiten zwischen Rotem Nil und Gubener Straße sind gerade beendet worden. Rund 2,1 Millionen Euro sind 2020 investiert worden. Das Geld stammt aus Eigenmitteln und einem Kredit.