ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Verrücktes Schubkarren-Rennen beim Butzener Dorffest

Beim verrückten Schubkarren-Lauf hatte Udo Mietk so seine Schwierigkeiten, das ausgefallene Vehikel voll beladen durch die Slalom-Strecke zu lenken.
Beim verrückten Schubkarren-Lauf hatte Udo Mietk so seine Schwierigkeiten, das ausgefallene Vehikel voll beladen durch die Slalom-Strecke zu lenken. FOTO: Zöllner/azr1
Butzen. Mit dem Dorffest ist der kulturelle Höhepunkt im Veranstaltungskalender des beschaulichen Ortes zelebriert worden. Neben spannenden und kniffligen Spielen wartete auch kulinarisch jede Menge Abwechslung auf die Besucher. Andreas Zöllner

Bereits am Vormittag gab "Die kleine Blasmusik" den Auftakt zum Dorffest. Sie untermalten den Frühschoppen musikalisch und sorgte für ausgelassene Stimmung bei den Butzenern. Mit Schwein am Spieß, Räucherfisch und allerlei Köstlichkeiten wurden die Besucher vielfältig verpflegt.

Am Nachmittag lockten zahlreiche Spiele und Wettkämpfe die Gäste aus dem Ort und der Umgebung auf den Butzener Dorfplatz. Bei den Alteingesessenen brauchte es nicht lang, ehe es sie zur Königsdisziplin, zum Schießen, zog. Doch neben solch traditionellen Wettbewerben, wie dem Schießen, dem Kegeln oder dem hydraulischen "heißen Stuhl", der in Butzen in den letzten Jahren Kult geworden ist, bot die Spiele- und Wettkampflandschaft vor dem Dorfgemeinschaftshaus auch wieder allerhand Neues. Am Stand von Ramona Mietk etwa wurde das Gewicht eines Stücks Allgäuer Käse geschätzt. "Wer möchte kann auch gern ein Stück probieren. Allerdings nicht von der Schätzmenge", erklärte Ramona Mietk.

Am Stand von Andreas Zimmer erwartete die Gäste eine ganz außergewöhnliche Herausforderung. Beim "verrückten Heuschubkarrenlauf" musste eine beladene Schubkarre durch einen Slalom-Parcours manövriert werden. Doch das Vehikel habe so seine Tücken, erklärte Andreas Zimmer: "Die Laufrichtung des Rads ist nicht geradeaus, sondern schräg nach links gestellt. Und auch die Griffe sind verändert", so Zimmer, der das Gefährt selbst konstruiert und gebaut hatte. "Ziel ist es, schnellstmöglich den Parcours zu bewältigen, ohne dass die Heuballen herunterfallen. Erschwerend kommt aber hinzu, dass vorn an der Karre auch noch ein Regenrohr angebaut ist, das mit Wasser gefüllt ist. Das macht es noch schwieriger, die Karre in Waage zu halten", erläuterte Andreas Zimmer seine ausgefallene Idee.

"Gar nicht so einfach", resümierte Udo Mietk, der sich tapfer durch die Slalomstrecke schlängelte. "Die Bestzeit liegt bei rund 14 Sekunden", rief ihm Andreas Zimmer zu. "Nicht zu schaffen", staunte Udo Mietk ungläubig. "Ein wirklich action-reiches Spiel, das sich unser Action-Andy, wie wir ihn hier im Dorf nennen, ausgedacht hat", wurde der Konstrukteur von Marcel Klauk gelobt.

Sodann widmete sich Klauk, der beim Schubkarrenrennen eine Bestzeit nach der anderen vorlegte, wieder den anderen Wettbewerben. Auch beim Kronkorkenstapeln schaffte der siegeshungrige Marcel Klauk den Bestwert. Er stapelte einen Turm von 32 Kronkorken. "Das sind immer wieder tolle Spiele, die hier beim Dorffest angeboten werden. Die Organisatoren sind wirklich sehr kreativ. Aber ich habe gehofft, dass es mal Spiele geben wird, die mich herausfordern. Ich habe letztes Jahr schon fast jeden Wettbewerb gewonnen", tönte Marcel Klauk augenzwinkernd in Richtung Konkurrenz. "Der fährt doch jedes Jahr mit einem Anhänger voller Preise nach Hause", erklärte Frank Kokel anerkennend.

Auch die kleinen Gäste erwartete ein vielfältiges Angebot. Neben den attraktiven Preisen, um die auch der Nachwuchs an den Ständen wetteiferte, konnte sich auch auf der Hüpfburg ausgetobt werden. Höhepunkt des Nachmittags war, neben der Siegerehrung für die Wettkämpfe, die große Preisausgabe bei der Tombola.

Am Abend wurde zum traditionellen Tanz unter der Birke geladen. Die LODI-Band sorgte für schwungvolle Klänge, die die Gäste auf die Tanzfläche zogen. "Toll, wie viele Besucher es am Nachmittag und vor allem auch am Abend wieder nach Butzen lockte", resümierte Ortsvorsteher Hilmar Möller stolz. "So verkehrt kann es ja in Butzen nicht sein", freute sich Möller ausgelassen.