ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:08 Uhr

Vermarktung in Alteno erneut Thema

Dahme-Spreewald.. Umfassend setzte sich der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung mit dem Rechenschaftsbericht des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Landkreises, Cord Schwartau, auseinander.

In dem war es um die Vermarktung der Industrie- und Gewerbeflächen in Alteno gegangen. Die Abgeordneten hatten immer wieder kritisiert, dass sich die WFG zu wenig um Alteno und zu viel um die Technologiezentren in Wildau kümmere, obgleich gerade die Gewerbeansiedlung im Südkreis von großer Bedeutung sei.
In seinem schriftlich vorliegenden Bericht, der mündlich ergänzt wurde, sprach Schwartau von „erfolglosen Bemühungen“ , einen „nennenswerten Flächenverkauf“ zu bewerkstelligen. Die Aussichten einer Vermarktung seien auch „in Zukunft gleich Null“ . Dafür machte Schwartau mehrere Faktoren verantwortlich, die außerhalb des Einflusses der WFG lägen. Unter anderem sprach er davon, dass man auf der wichtigsten Immobilienmesse Europas nicht präsent sein könne, weil die Kosten von 26 500 Euro plus Reisespesen den Etat der WFG sprengen würden. Für einen solchen Auftritt fehle das Geld.

Bessere Chancen mit Straße
Verbesserte Vermarktungschancen verspricht sich Schwartau vom „endlich finanzierbaren Bau der Zufahrtsstraße von der B 87 zum Industriegelände Alteno“ in diesem Jahr. Einen positiven Effekt hätte sich Schwartau auch davon versprochen, dass an der Autobahnausfahrt Duben ein Hinweis auf das Gewerbegebiet angebracht worden wäre. Alle Bemühungen seien bisher jedoch erfolglos gewesen.
Eine „Profilierung in Richtung Energielandschaften“ werde zusammen mit der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land verfolgt. Nach wie vor gelte Alteno als bevorzugter Standort, zumal ein „bekanntes Unternehmen der Solartechnik in Berlin um eine Option aller noch verfügbaren Flächen in Alteno gebeten hat“ . Die Freihaltung solle so lange erfolgen, bis die neue Gesetzgebung zur Nutzung von Solarenergie verabschiedet worden sei. Geplant sei in Alteno die Errichtung einer Demonstrations- und Pilotanlage, „die dann die zurzeit größte in Europa wäre“ .

Radio Fritz als Partner?
Die positive Entwicklung der Mehrzweckanlage (MZA) Luckau, so Schwartau, „könnte eine Erweiterung Richtung Norden nach sich ziehen“ . Inwieweit jedoch die ins Auge gefasste Nutzung sich mit dem ehemaligen Zuwendungszweck des Fördermittelgebers vereinbaren ließe, müsste vorab mit der Investitionsbank des Landes besprochen werden. Mit Radio Fritz stünde dem Eigentümer Tosuner ein finanzkräftiger und öffentlichkeitswirksamer Partner zur Seite. (km)