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Markt
Verkaufsargument "regional”

Die Heimatmärkte der Initiative Regional geMacht sind noch jung, aber bereits erfolgreich.
Die Heimatmärkte der Initiative Regional geMacht sind noch jung, aber bereits erfolgreich. FOTO: ZVG
Region. "Regional ist ein Verkaufsargument", sagt Nadin Kilian, Handelsreferentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus. Seit dem vergangenen Jahr bringen die IHK, die Wirtschaftsförderung Brandenburg sowie die Städte Vetschau (OSL), Lübben (LDS), Peitz (SPN), Luckau (LDS), das Amt Burg (SPN), die Regionale Entwicklungsgesellschaft (REG) Vetschau und die Unternehmensberater Jupe & Pohl aus Peitz als "Initiative Regional geMacht" das Verkaufsargument auf die Marktplätze im Zuständigkeitsbereich der Kammer. Daniel Schauff

Den Anfang machten 2016 die Städte Burg, Lübben, Vetschau, Luckau und Peitz. An den Markttagen, das ist Voraussetzung, werden von den Händlern aus der Umgebung Produkte angeboten, die in Brandenburg hergestellt wurden. Damit, sagt Nadin Kilian, unterscheiden sich die Heimatmärkte der Initiative bereits deutlich von vielen anderen Märkten der Region, auf denen auch Industriewaren aus der ganzen Welt angeboten werden. Wie groß die Händler sind, spielt keine Rolle. Auch Kleinstanbieter sollen auf den Heimatmärkten eine Chance bekommen, selbst Produziertes anzubieten.

"Es braucht Händler, die die Idee leben", sagt Nadin Kilian. Bisher scheint das zumindest größtenteils funktioniert zu haben. Nach den erfolgreichen ersten Heimatmärkten im vergangenen Jahr kamen in diesem Jahr mit Calau (OSL), Bad Liebenwerda und Finsterwalde (beide EE) drei Gastkommunen hinzu, in denen der Heimatmarkt Station machte - mit unterschiedlichen Erfolgen. In Finsterwalde etwa, sagt Nadin Kilian, sei der Markt sehr erfolgreich gewesen, in Bad Liebenwerda kamen nur eine Handvoll Händler. Kerstin Jahre von der Bad Liebenwerdaer Tourismus Information verweist auf die beiden gut besuchten Wochenmärkte, die es in der Stadt bereits gibt. "Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Märkten sein", sagt Nadin Kilian. In vielen Kommunen im Zuständigkeitsbereich der IHK Cottbus würden bereits Märkte angeboten, zum Teil mit ähnlichen Konzepten wie dem des Heimatmarktes der Initiative. Ziel sei es, die Händler zu fördern, nicht, ihnen Kunden wegzunehmen, sagt die Handelsreferentin. Zudem sei es in vielen Kommunen gar nicht so einfach, Termine zu finden, zu denen der Marktplatz nutzbar sei. Nadin Kilian nennt Burg als Beispiel - dort sei während der Marktsaison viel los, sodass die Terminfindung in beiden Jahren eine Herausforderung gewesen sei. In Forst, Guben, Spremberg und Cottbus bestehen ähnliche Terminprobleme - zudem gibt es in den drei SPN-Mittelzentren bereits regelmäßige Marktangebote, Produktmessen und Themenmärkte.

In der laufenden Saison gibt es noch zwei Markttermine in der Heimatmarkt-Reihe: am heutigen Samstag in Burg und am 28. Oktober in Peitz. Termine für das kommende Jahr gibt es noch nicht, sicher ist aber, dass es wieder Heimatmärkte in der Region geben wird, sagt Nadin Kilian.

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Am kommenden Samstag lesen Sie, welche besonderen Gastro- und Serviceangebote über das Jahr verteilt mehr Gäste in die Einkaufsstraßen ziehen sollen.