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Unterspreewald
Unterspreewald setzt auf Kita und Wehr

Das ältere, kleine Haus an der Kita Regenbogen soll abgerissen werden, damit dort ein Neubau als Erweiterung entstehen kann. Das Großprojekt will das Amt Unterspreewald jetzt angehen.
Das ältere, kleine Haus an der Kita Regenbogen soll abgerissen werden, damit dort ein Neubau als Erweiterung entstehen kann. Das Großprojekt will das Amt Unterspreewald jetzt angehen. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Schönwalde. Jahresrück- und -ausblick: Fusion gilt als abgeschlossen. Amtsdirektorstelle soll demnächst ausgeschrieben werden. Der Fahrplan für 2018 ist beschlossen. Größtes Projekt für das Amt ist die Erweiterung der Kita Regenbogen in Schönwalde.

Sie schlug im Unterspreewald ein wie die sprichwörtliche Bombe: Die Nachricht, dass Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine ab Februar Kreisrat im niedersächsischen Diepholz wird und die Region verlässt. Für den Unterspreewald wird dies 2018 nach zwölf Jahren mit ihm an der Spitze voraussichtlich die größte Veränderung werden. Am 9. Januar will der Amtsausschuss die Ausschreibung der Position auf den Weg bringen. Mit etwas Glück wird bald ein Nachfolger gefunden – wiewohl zwischen Golßen und Schönwalde, Sellendort und Schlepzig als unbestritten gilt, dass dieser Zeit brauchen wird, um in die Fußstapfen des Vorgängers hineinwachsen zu können. Kleines Weggang wird allgemein bedauert. Er verlässt den Unterspreewald Ende des Monats.

Sein Großprojekt der vergangenen fünf Jahre ist unterdessen abgeschlossen: Die Fusion mit dem früheren Golßener Land zu einem gemeinsamen Amt Unterspreewald. „Dass man dafür so lange braucht, habe ich unterschätzt“, gesteht er freimütig ein. „Ich hätte gedacht, dass man das in zwei, drei Jahren hinbekommt. Allerdings“, begründet er, „gab es auch keine Blaupause, kein Muster, an dem wir uns hätten orientieren können. Wir waren im Neuland unterwegs. Die nach uns kommen, werden davon profitieren.“ Schon jetzt, sagt er, schaue beispielsweise das Amt Dahme auf die im Unterspreewald ausgearbeiteten Verträge.

Ein Kernpunkt der Fusion war die Neuordnung der Verwaltung auf Grundlage einer Stellenbewertung und -bemessung. Nach einigen letzten Anpassungen sei auch diese erfolgt und umgesetzt und im Jahr 2017 abgeschlossen worden.

Offen sind Jens-Hermann Kleine zufolge einige Satzungen, die „noch zu harmonisieren sind“ - Aufgabe für den neuen Amtsdirektor im Unterspreewald.

Der hat ohnehin für die erste Zeit einen klaren Fahrplan vor sich: Der Haushalt für 2018 ist beschlossen und legt die wichtigsten Investitionen fest. Da bleibt das Amt sich ganz treu: Die Schwerpunkte liegen einmal mehr auf den Bereichen Kita und Feuerwehr.

Die Freiwalder Wehr erhält ein neues Löschfahrzeug. Aufgrund der vielen Autobahneinsätze fließen 350 000 Euro in ein neues Hilfeleistungsfahrzeug HLF 20. „Es ist einer der größten Fahrzeugtypen, der für Feuerwehren zur Verfügung steht“, ordnet Kleine ein. Rund 160 000 Euro Fördermittel sollen dafür fließen. Aus Landkreis-Mitteln soll Ende Januar ein Einsatzleitwagen ebenfalls an die Freiwalder Feuerwehr übergeben werden. Neben weiteren Ausstattungsposten für die Wehren im Unterspreewald erhält die Sellendorfer Feuerwehr ein neues Fahrzeug. Der Neubau des dortigen Feuerwehrhauses ist in Planung. „Wir sind dabei, Fördermittel zu akquirieren“, sagt Kleine.

70 000 Euro und damit 20 000 Euro mehr als in den Jahren zuvor und danach soll in die Sanierung und Neuschaffung von Flachspiegelbrunnen und Löschwasserteichen fließen - ein weiterer Feuerwehr-Schwerpunkt für 2018.

Größtes Vorhaben aber ist die geplante Erweiterung der Kita Regenbogen in Schönwalde. 2018 und 2019 sollen knapp 1,6 Millionen Euro investiert werden. Hintergrund ist die jetzige Platzknappheit, die bereits dazu geführt hat, dass in einem Teil des Amtsverwaltungsgebäudes eine „Notkita“ eingerichtet wurde, die demnächst in Betrieb genommen werden soll.

Für das zweite Haus der Kita Regenbogen wird zunächst ein altes Gebäude auf dem Gelände abgerissen. Zwischen dem Haus Kulick und dessen ehemaligem Standort soll - optisch an die Kita angepasst - der Neubau entstehen. Das Amt setzt dabei auf eine Förderung aus Bundesmitteln in Höhe von 1,1 Millionen Euro und hat in den Haushalt für 2018 rund 804 000 Euro für Planung und Baubeginn eingestellt. Die Planungsfirma ist RW+ aus Berlin.

Die Sellendorfer Feuerwehr erhält ein neues  Fahrzeug, das im Januar feierlich und offiziell in den Dienst gehen wird. Darüber hinaus gibt es Pläne für ein neues Feuerwehrhaus in Sellendorf, die allerdings noch keinen exakten Zeitrahmen haben.
Die Sellendorfer Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug, das im Januar feierlich und offiziell in den Dienst gehen wird. Darüber hinaus gibt es Pläne für ein neues Feuerwehrhaus in Sellendorf, die allerdings noch keinen exakten Zeitrahmen haben. FOTO: Amt Unterspreewald