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"Unsere Grundschule hat Perspektive"

Mädchen und Jungen fühlen sich wohl in der Grundschule in Gröditsch. Die Einrichtung hat Perspektive, die Schülerzahlen sind stabil. 203 Kinder lernen derzeit dort.
Mädchen und Jungen fühlen sich wohl in der Grundschule in Gröditsch. Die Einrichtung hat Perspektive, die Schülerzahlen sind stabil. 203 Kinder lernen derzeit dort. FOTO: A. Staindl/asd1
Groß Leuthen. Ein Sozialbericht hat interessante Zahlen und Fakten ans Licht gebracht. Bürgermeisterin Annett Lehmann (parteilos) ließ ihn für die Gemeinde Märkische Heide erstellen und präsentierte ihn den Gemeindevertretern während deren jüngster Sitzung. Veronika Birnack (Initiative Zukunft) hatte den Bericht angeregt. Andreas Staindl / asd1

3925 Einwohner leben derzeit in der Gemeinde Märkische Heide - 1960 Männer und 1965 Frauen. Die meisten Bürger (2499) sind zwischen 19 und 65 Jahre alt. Der weitere Anteil: null bis sechs Jahre (179), sieben bis 18 Jahre (343) und ab 66 Jahre (904).

21 Geburten stehen 15 Sterbefälle in diesem Jahr entgegen. Allerdings sind 2016 bisher 36 Menschen in der Märkischen Heide beerdigt worden, wie die Bürgermeisterin informiert, also auch Bürger aus anderen Kommunen.

Die Gemeinde hat vier Kitas (in Biebersdorf, Kuschkow, Groß Leuthen und Pretschen), die in kommunaler oder privater Hand sind und noch freie Kapazitäten haben. Zudem gibt es eine Kindertagespflege.

In der Grundschule in Gröditsch lernen 203 Kinder, darunter vier Flüchtlingskinder aus dem Amt Unterspreewald. "Unsere Grundschule ist stabil, hat Perspektive", sagt Annett Lehmann. Der Hort mit derzeit 77 Kindern ist "ausgereizt. Es gibt mehr Nachfragen als Plätze." In Alt Schadow und Leibchel gibt es jeweils ein Kinderheim.

Auch zum Wohnungsmarkt hat die Bürgermeisterin Fakten genannt. Demnach stehen derzeit sechs kommunale Wohnungen leer. Sie seien auch Flüchtlingen angeboten worden, doch hätten diese nicht "zugegriffen". Gründe seien etwa schlechter Handy-Empfang und fehlende Busverbindungen, erklärt die Verwaltungschefin.

Der Wohnblock der Genossenschaftlichen Wohngemeinschaft (GWG) Lübben eG sei schlecht belegt. Der Standort ist der Bürgermeisterin zufolge nicht attraktiv. Weil die Nachfrage fehlt, will ihr zufolge die GWG zurzeit nicht in die Wohnblöcke in Groß Leuthen investieren. Obdachlosigkeit gebe es aktuell nicht in der Märkischen Heide, doch das Thema ist durchaus präsent, so Annett Lehmann: "Es kann auch Familien treffen. Deshalb müssen wir größere und kleinere Wohnungen bereithalten."

Bei den Gesundheits- und Pflegeinrichtungen ist die Kommune noch gut aufgestellt. Doch eine der beiden Allgemeinarztpraxen könnte zum Ende dieses Jahres geschlossen werden, wenn sich kein Nachfolger findet. Darauf hatte Sylvia Lehmann (SPD) aufmerksam gemacht. Die Kommune hat Hilfe angeboten. Zudem gibt es eine Zahnarztpraxis und eine Physiotherapie in der Märkische Heide, außerdem eine Häusliche Krankenpflege und ein Altenpflegeheim.