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| 02:43 Uhr

Unikate im Lübbener Wappensaal

In einer zum dritten Advent passenden Atmosphäre konnten die Besucher im Wappensaal Kunstwerke von Weihnachtskarten und -sternen bis hin zu Malerei erwerben.
In einer zum dritten Advent passenden Atmosphäre konnten die Besucher im Wappensaal Kunstwerke von Weihnachtskarten und -sternen bis hin zu Malerei erwerben. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Der 14. Kunstmarkt des Fördervereins des Stadt- und Regionalmuseums hat gestern im Lübbener Wappensaal stattgefunden. Langjährige und neue Aussteller präsentierten ihre Exponate. Zahlreiche Besucher konnten begrüßt werden. Andreas Staindl / asd1

Der Kunstmarkt in Lübben ist längst zu einer festen Größe geworden. Wer ihn besucht, hat Kunst im Blick, weiß zumindest künstlerische Arbeit zu schätzen. Etwa die Glaskunstwerke von Konstanze Weidhaas aus Pretschen (Märkische Heide). Ihre Exponate sind allesamt Unikate. Im Glas der Künstlerin sind die Reste von Pflanzen eingearbeitet. Kunstwerke, die neugierig machen, zum Gespräch oder Kauf anregen. Konstanze Weidhaas stellte zum ersten Mal im Wappensaal aus. "Die Atmosphäre hier ist zauberhaft", sagt sie. Auch Anita Sommer schwärmt vom Ausstellungsort. "Der Wappensaal ist wunderschön", sagt die Cottbuserin. "Ich bin immer wieder gern hier."

Sie gehört zu den Stammteilnehmern des Kunstmarkts in Lübben. Ihre textilen Exponate sind Unikate, die auch gestern das Interesse der Besucher weckten. "Wer hier herkommt, versteht etwas von Kunst, weiß die Arbeiten hier zu schätzen", sagt Anita Sommer. "Vergleichbare Märkte gibt es nur sehr wenige."

Museumsleiterin Christina Orphal und Mitglieder des Fördervereins organisieren deshalb gern den Kunstmarkt. "Das Interesse war in den vergangenen Jahren und ist auch heute sehr groß", sagt die Museumschefin. "Es gibt Aussteller, die kommen jedes Jahr wieder, auch, weil sie sich hier ganz offensichtlich wohlfühlen."

Sybille Grunert etwa ist seit Jahren dabei. Auch diesmal war die Malerin aus Lübben mit zahlreichen Werken präsent. Nur eines hatte sie nicht dabei: einen Kunstkalender für 2017. "Besucher haben nachgefragt, doch ich bin in diesem Jahr nicht dazu gekommen", erklärt Sybille Grunert. 2018 aber soll es wieder einen Kunstkalender geben. Die ersten Motive sind schon fertig und waren gestern im Wappensaal zu sehen.

Elke Trapp feierte ihre Kunstmarktpremiere. Die Lübbenerin bot Handarbeiten an. "Das Interesse ist durchwachsen", sagt sie. "Weihnachtskugeln beispielsweise werden gern gekauft. Viele Leute schauen aber erst mal." Für Elke Trapp ist die künstlerische Tätigkeit mehr als ein Hobby. "Ich brauche Handarbeit, um mir meine Fingerbeweglichkeit zu bewahren." Dabei entstehen Kunstwerke, die so manchen Besucher gestern begeistert haben.

Anne Sänger hat ebenfalls ihre Arbeiten erstmals während des Kunstmarkts im Wappensaal ausgestellt. "Ich hatte mir den Markt im vergangenen Jahr angeschaut und das Gefühl, dass das auch etwas für mich sein könnte. Ich habe es nicht bereut, hier auszustellen", sagt die junge Frau aus Lübben. Vor allem ihre selbst gefertigten Weihnachtskarten - allesamt Unikate - und ihre weißen Weihnachtssterne wurden gestern gut nachgefragt: "Es gibt offenbar noch genügend Leute, die Weihnachtskarten verschicken. Schön, dass meine Motive so gut ankommen." Neben weihnachtlichen Exponaten hatte Anne Sänger auch umhäkelte Ostereier dabei. Kunstwerke sind offenbar zeitlos.

Christa Kowalke aus Kuschkow (Märkische Heide) hatte ihren Stand im Eingangsbereich des Schlosses aufgebaut. Auch ihre Kunstwerke sind Unikate. "Die kleinen Gläser, in die man ein Teelicht stellen kann, werden gern gekauft", erzählt sie. Vielleicht auch, weil jedes der Exponate mit einem lieben Gruß verziert ist. "Das sind kleine Geschenke, die von Herzen kommen", sagt Christa Kowalke.

Christina Orphal freute sich über das interessante Angebot der einzelnen Aussteller, vor allem aber auch darüber, dass die Familie Schwiesow aus Lübben trotz Krankheit von Reinhard Schwiesow während des Kunstmarkts präsent war: "Schön, dass sie hier sind."

Für weihnachtliche Stimmung im Wappensaal sorgte Rolf-Udo Paul am Klavier. Zudem gab es Weihnachtsgebäck, Glühwein und Kuchen - eine Atmosphäre passend zum dritten Advent.