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Umbau für Schule und Hort geschätzt

2010 wurde die Kita "Unter den Linden" zur Betreuung von 80 Kindern eingeweiht. Nun sollen 214 Plätze geschaffen werden.
2010 wurde die Kita "Unter den Linden" zur Betreuung von 80 Kindern eingeweiht. Nun sollen 214 Plätze geschaffen werden. FOTO: M. Hecht
Lübben. Wie soll es weitergehen bei der Erweiterung der sportbetonten Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule und des Horts im Dreilindenweg? Eine Entscheidungshilfe hat das beauftragte Architekturbüro jetzt den Lübbener Abgeordneten vorgelegt. 6,5 Millionen Euro geschätzte Baukosten stehen im Raum. Ingrid Hoberg

Das Architekturcontor Schagemann Schulte GmbH hat nach dem Workshop, in dem festgestellt wurde, dass rund 1300 Quadratmeter Fläche zur Umsetzung des pädagogischen Konzepts der sportbetonten Schule fehlen, am Vorschlag für den Umbau gearbeitet. Im gemeinsamen Bildungs- und Bauausschuss wurde das Ergebnis vorgestellt.

Ausgangspunkt ist das viergeschossige Unterrichtsgebäude mit Hort und Turnhalle als separate Häuser und die vorhandenen Freiflächen. Von fünf Varianten mit Verbindungsbauten ist eine weitergehend betrachtet worden - immer mit Blick auf die Ergebnisse des Workshops, wie Architekt Carl Schagemann erläuterte. Nach dieser könnten Freiflächen erhalten bleiben und es würde getrennte Eingänge zur Schule und zum Hort geben. Im Gebäude seien dann Verknüpfungen möglich. Geringere Eingriffe sieht er im vorhandenen Unterrichtsbereich. Die geforderten 70 Quadratmeter großen Klassenräume seien zum Teil vorhanden.

Die Pläne zur Erweiterung des Horts sind dem Bildungsministerium vorgelegt worden. "Es ist möglich, 214 Kinder zu betreuen, wenn die breiten Flure einbezogen werden", sagte Schagemann. 3,5 Quadratmeter Spielfläche je Hortkind seien gefordert. Räume von Arbeitsgemeinschaften und für den WAT-Unterricht könnten für die Hortbetreuung mitgenutzt werden. "Schul- und Hortbetrieb überlagern sich, damit gibt es bisher gute Erfahrungen", sagte der Architekt. Mit dem Umbau soll ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden, was mit dem Landkreis abgestimmt wird. Die Aula/Mensa könnte 132 Plätze aufnehmen.

Bei der Kostenbetrachtung stützte sich das Architekturbüro auf Normwerte um kam auf rund 6,5 Millionen Euro. Ein Neubau wäre wohl doppelt so teuer, antwortete Carl Schagemann auf die Nachfrage von Sabine Minetzke (Pro Lübben). Wie Bauamtsleiter Frank Neumann erklärte, sind rund 2,5 Millionen Euro als Mittel im Haushalt gesichert - basierend auf dem Workshop und Erfahrungen beim Umbau der Liuba-Grundschule. An der Planung für den Erweiterungsbau in der Jahnstraße/Dreilindenweg soll weiter gearbeitet werden. Geprüft wird die Realisierung in einzelnen Abschnitten. "Der Bau der Mensa ist zuerst notwendig", sagte Schulleiter Jürgen Scheinpflug und befürwortete den Bau in Etappen. Er betonte aber auch, dass schon gegenwärtig keine Räume für den Förder- und Teilungsunterricht zur Verfügung stehen.

Zum Thema:
Das vom Architekturcontor Schagemann Schulte GmbH erarbeitete Papier zur Entscheidungshilfe für den Bau zur Erweiterung der sportbetonten Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule und des Horts im Dreilindenweg soll in den nächsten Tagen auf der Homepage www.luebben.de zur Einsichtnahme vorliegen, teilt die Stadtverwaltung mit.