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Über 100 Feuerwehrleute trainieren am Schacht

Wasser für den Wald: Feuerwehren haben im Spreewald den Ernstfall geübt.
Wasser für den Wald: Feuerwehren haben im Spreewald den Ernstfall geübt. FOTO: Landkreis Dahme-Spreewald
Byhleguhre. 22 Fahrzeuge, 101 Feuerwehrmänner und –frauen und kein Feuer: Die freiwilligen Feuerwehren aus dem Amt Lieberose/Oberspreewald und Burg haben dennoch viel Wasser verspritzt. Sie trainierten an einem simulierten Waldbrand in der Nähe von Byhleguhre. red/bt

100 Mitglieder freiwilliger Feuerwehren aus dem Amt Lieberose/Oberspreewald sind kürzlich zum Kiesschacht bei Byhleguhre ausgerückt. Dort stand der Wald in Flammen. Zumindest wurde das angenommen, denn mit 22 Fahrzeugen trainierten sie die Feuerbekämpfung im Gelände.

Der Landkreis Dahme-Spreewald beteiligte sich mit Einsatzkräften der mobilen Führungsunterstützung, dem Einsatzleitwagen 2 und dem 4. Zug der Brandschutzeinheit. Ein Tanklöschfahrzeug aus Burg (Landkreis Spree-Neiße) war ebenfalls eingebunden. "Die Übungsvorbereitungen liefen in enger Zusammenarbeit zwischen Amtsbrandmeister Frank Schulz und Kreisbrandmeister Ronald Judis. Getestet werden sollte das Zusammenspiel der Wehren bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in der Gemarkung Byhleguhre", erläuterte Kreissprecherin Heidrun Schaaf das Ziel.

Mit sehr viel Rauch haben die Mitarbeiter des Brandschutztechnischen Zentrums Luckau die Fläche eingenebelt. Mit Sirene und digitalen Meldeempfängern wurden die Feuerwehren alarmiert. Nach kurzer Einweisung begann der praktische Teil der Übung. Dazu gehörten die Brandbekämpfung mit Tanklöschfahrzeugen. Außerdem mussten über 1,3 Kilometer die Wasserversorgung aufgebaut und der Einsatzleitwagen 2 als Führungspunkt für den Einsatzleiter eingerichtet werden. Die engen Anfahrtswege im Wald stellten für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung dar. Dank der aufgeschlossenen Haltung des Waldbesitzers konnten die Feuerwehren unter nahezu echten Einsatzbedingungen arbeiten und sich den Weg zum Gefahrenort freischneiden. Die Kommunikation an der Einsatzstelle erfolgte mit Digitalfunk nach einem vorbereiteten Kommunikationsplan. "Die Kommunikation hat gut geklappt. Durch den Einsatz der Digitalfunkgeräte konnten die Feuerwehren den Umgang mit der neuen Technik weiter festigen", sagte Ronald Judis.

Laut Einschätzung des Kreisbrandmeisters war die Übung erfolgreich. Die Schwerpunktziele, wie zum Beispiel der Aufbau der Wasserversorgung über lange Wegstrecken und die Unterstützung des Einsatzleiters durch den Führungsstab, wurden erreicht. Das Zusammenspiel der örtlichen Feuerwehren habe funktioniert. Alle Einsatzkräfte haben Hand in Hand gearbeitet, so Judis.

An der Waldbrandübung im Amt Lieberose/Oberspreewald waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Alt Zauche, Byhleguhre, Straupitz, Wußwerk, Briesensee, Trebitz, Neu Zauche und Burg beteiligt.