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| 01:06 Uhr

„Tropische“ Weihnacht statt Schnee und Eis

Lübben.. Für Tropical Islands schien der Weihnachtsmann zur Eröffnung ein ganz besonderes Geschenk gehabt zu haben, denn er bescherte uns eine „tropisch“ heiße Weihnacht bei Temperaturen um zehn Grad Celsius. Frank Selbitz

„Ski und Rodel gut“ konnte nicht vermeldet werden, da sich Väterchen Frost und Frau Holle lediglich vor und nach den Festtagen meldeten. Auch die Sonne ließ sich kaum blicken.
Zum Monatsstart herrschte tristes Wetter. Bei täglich bedecktem Himmel wagte sich die Sonne nur am 5. Dezember für eine knappe Stunde hinter den Wolken hervor. Trotz trüber Wolkensuppe fiel aber kaum messbarer Niederschlag. Auch der Nikolaus hatte uns den Winter nicht in die Stiefel gesteckt, statt dessen setzte sich das Wettereinerlei weiter fort.
Erst ab dem 10. Dezember wagte sich die Sonne öfter hervor, und bei leichten Ostwinden sank unter Hochdruckeinfluss die Quecksilbersäule langsam in den frostigen Bereich ab. Doch es war vorerst nur eine kurze Stippvisite von Väterchen Frost mit viel Raureif im Gepäck, bevor bis zur Monatsmitte wieder neblig-trübes Wetter vorherrschte.

Vorfreude auf ein weißes Fest
Doch jetzt wurde es empfindlich kälter, so dass Mütze und Schal ihren Sommerschlaf beenden mussten. Väterchen Frost packte mit kräftigem Ostwind zu, und bei längerem Sonnenschein tagsüber wurde es in den klaren Nächten empfindlich kalt. Der erste vorweihnachtliche Schnee am 17. Dezember schürte die Freude auf ein weißes Fest. Den Autofahrern bereitete er aber weniger Freude, denn bei Schneeglätte war so manch Blechschaden die Folge. Am 19. Dezember verursachte Eisglätte schließlich ein Verkehrschaos. Spiegelglatte Straßen führten am 4. Advent zu vielen unfreiwiligen Rutschpartien, wobei ein Wettermix aus Graupel , Schnee und Sonnenschein bei Kälte und böigem Wind erstmals Winter pur bescherte.
Auf diese Weise und bei fantastischer Fernsicht startete auch die Weihnachtswoche. Väterchen Frost drehte nochmals an der Temperaturschraube und die Spree zeigte bereits erste Eisansätze. Die Vorfreude auf das Fest in weiß wuchs, bis das (fast) alljährliche Weihnachtstauwetter einsetzte.
Zum Heiligabend kletterte die Quecksilbersäule auf „tropische“ Temperaturen. Statt Schlittschuhen und Schlitten gehörte ein Besuch im Tropenparadies zu den Geschenken von Knecht Rup recht. Auch am ersten Feiertag hielt das Temperaturhoch an, das Fest endete schließlich im Regen.

Sechs Grad zum Jahreswechsel
Als die Festtage vorbei waren, hatte Frau Holle schließlich doch noch ein Einsehen und schüttelte ihre Betten kurzzeitig auf. Doch die nasse weiße Pracht blieb kaum liegen. Viel Abwechslung bot die Woche bis zum Jahreswechsel wettermäßig nicht mehr. Bleibt nur zu erwähnen, dass der Jahreswechsel bei sechs Grad Celsius nicht nur sehr mild, sondern auch total verregnet ausfiel.
Statistisches:
Der Durchschnitt der Temperatur lag im Dezember bei 1,8 Grad Celsius und war damit reichlich ein Grad über dem langjährigen Mittel. Die höchste Temperatur wurde am 25. mit 9,8 Grad Celsius registriert. Der niedrigste Wert steht mit minus sieben Grad Celsius für den 22. in der Statistik. Insgesamt gab es 18 Frosttage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Der Niederschlag betrug 28 Liter auf den Quadratmeter und erreichte damit nur 70 Prozent des Monatsüblichen. 17 Tage blieben dabei ganz trocken und mit 16 Litern fiel über die Hälfte der Monatssumme am 26. Dezember.
Die Sonne hielt kräftig Winterschlaf, denn sie schien nur 13,7 Stunden, was einem Tagesdurchschnitt von 25 Minuten entspricht. Dabei zeigte sie sich an 22 Tagen überhaupt nicht. Für den Dezember ist dies nicht ungewöhnlich, denn 2002 schien sie im Verleich 55 Minuten täglich und 2001 pro Tag nur 45 Minuten, wobei sie damals 21 Tage hinter den Wolken blieb.