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| 13:06 Uhr

Extrem seltener Fall
Trichinen bei Hausschwein in Dahme-Spreewald gefunden

Ein Schwein liegt in einem Schweinestall.
Ein Schwein liegt in einem Schweinestall. FOTO: Marijan Murat / dpa
Lübben . Einen sehr seltenen Fund hat eine Untersuchung im Dahme-Spreewald-Kreis ergeben. Bei einem geschlachteten Hausschwein wurden Trichinen festgestellt. Die können auch für Menschen gefährlich werden.

Wie der Landkreis am Montag informierte, wurde bereits Ende Februar bei einem gemästeten Hausschwein aus einer Auslaufhaltung Trichinen der Gattung Trichinella spiralis festgestellt. „Der äußerst seltene Befund wurde nunmehr durch das Nationale Referenzlabor, dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), bestätigt. Nach Vorlage des ersten Befundes wurde umgehend der Betrieb aufgesucht und die Biosicherheitsmaßnahmen geprüft. Die Ermittlungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen“, informiert Pressesprecherin Heidrun Schaaf.

Mit Trichinen infiziertes Fleisch kann bei Verzehr durch den Menschen die meldepflichtige Erkrankung „Trichinellose“ hervorrufen. Die Erkrankung kann mild bis schwer verlaufen und es können Symptome wie Schwäche, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, jedoch auch Fieber, Muskelschmerzen und Ödeme im Augenbereich auftreten.

Infizieren können sich Menschen durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch wie Rohwürste, Schinken oder Gehacktem.

Bei Hausschweinen werden die Parasiten nur noch sehr selten gefunden. Von 2000 bis 2009 wurden in Deutschland bei 453 Millionen durchgeführten Trichinenuntersuchungen bei Hausschweinen lediglich bei vier Tieren Trichinen festgestellt.

(bob)