ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:52 Uhr

Jubiläum
Gratulation und ein großer Wunsch zum 95. Geburtstag

 Gruppenbild zum 95.Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr in Treppendorf. Die Kameradinnen und Kameraden im Lübbener Stadtteil haben den Geburtstag am Freitagabend offiziell gefeiert.  
Gruppenbild zum 95.Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr in Treppendorf. Die Kameradinnen und Kameraden im Lübbener Stadtteil haben den Geburtstag am Freitagabend offiziell gefeiert.   FOTO: Andreas Staindl
(asd). Die Treppendorfer Feuerwehr hofft so bald wie möglich auf ein wasserführendes Einsatzfahrzeug.

Die Freiwillige Feuerwehr in Treppendorf (Stadt Lübben) gibt es seit 95 Jahren. Sie wurde am 10.Januar 1924 von „drei klugen Männern“ gegründet. Ihre Namen - Kreisdirektor Richter, Bürgermeister Ferdinand Lehmann sowie ein Herr Walterstein - sind in der Chronik der Wehr festgehalten. Es war der Beginn einer spannenden Geschichte.

Am Freitagabend wurde der 95. Geburtstag gebührend gefeiert. Der Ortswehrführer Frank Newiger erinnerte noch einmal an die „tüchtigen Kameraden, die den Mut hatten, die Freiwillige Feuerwehr in Treppendorf zu gründen. Der Auftrag von damals - Retten, Bergen, Löschen, Helfen - hat  sich bis heute nicht geändert. Die Feuerwehr in unserem Dorf war immer zur Stelle, wenn brenzliche Situationen zu bewältigen waren“, so Frank Newiger.

Das war schon vor 95 Jahren so, und so ist es noch heute. 27 Männer sind laut Chronik noch am Tag der Gründung in die Wehr eingetreten. Die Zahl stieg während der nächsten Jahre, fast Hundert Mitglieder waren es 1937. Derzeit zählt die Freiwillige Feuerwehr in Treppendorf 78 Frauen und Männer, darunter 21 aktive Einsatzkräfte. „Wir sind gut aufgestellt, können auch die Tageseinsatzbereitschaft sichern“, sagt Frank Newiger. „Die Mischung von jüngeren und älteren Kameradinnen und Kameraden stimmt, auch zwischenmenschlich passt es. Wir können uns aufeinander verlassen.“

Zwölf bis 15 Mal pro Jahr rückt die Feuerwehr des Lübbener Stadtteils zu Einsätzen aus. Sie kooperiert dann meist mit dem Löschzug der Kernstadt Lübben sowie mit anderen Wehren. Das Gros der Einsätze sind technische Hilfeleistung, der Rest Brände. „Wir bereiten uns in vielen Trainingsstunden darauf vor“, sagt der Ortswehrführer. „Unsere Kameradinnen und Kameraden sind gut ausgebildet, einige von ihnen auch als Atemschutzgeräteträger.“

Der 57-Jährige steht seit mehr als acht Jahren an der Spitze der Ortsfeuerwehr, Carsten Pötsch ist sein Stellvertreter. Doreen Pötsch kümmert sich um den Feuerwehrnachwuchs, Werner Gäbler um die Chronik.

„Der Nachwuchs sichert den Fortbestand unserer Wehr“, sagt Frank Newiger. 15 Kinder und Jugendliche engagierten sich derzeit in der Jugendfeuerwehr in Treppendorf. Bis zu zwei junge Leute wechseln jährlich in die aktive Wehr. Der Ortswehrführer ist mit dieser Entwicklung „zufrieden. Es lohnt sich, den Nachwuchs frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern.“ Er verweist zudem auf die Quereinsteiger, die sich in der aktiven Wehr engagieren. Etwa jeder Dritte sei erst als Erwachsener zur Feuerwehr in Lübbens Stadtteil gekommen.

Moderne Technik ist wichtig, um Leute für den Brandschutz zu interessieren. Ein neues Feuerwehrgerätehaus gibt es inzwischen, es wurde 2013 eingeweiht. Jetzt warten die Kameradinnen und Kameraden auf ein wasserführendes Einsatzfahrzeug. „Wir werden kämpfen, dass auch dieser Wunsch so schnell wie möglich in Erfüllung geht“, sagt Treppendorfs Feuerwehrchef. „Die Großschadenslagen im vergangenen Jahr im Land Brandenburg haben gezeigt was passieren kann, wenn an Einsatztechnik und Ausstattung gespart wird“, so der Ortswehrführer. Moderne Technik sei auch deshalb wichtig, weil „unser Dorf wächst, immer mehr Einfamilienhäuser gebaut werden, ein neuer Kindergarten entsteht. Ohne Ausrüstung auf höchstem Stand kommen wir an unsere Grenzen, denn die Anforderungen werden komplexer und anspruchsvoller.“

Die Freiwillige Feuerwehr in Treppendorf wird seit sieben Jahren von einem Feuerwehrverein unterstützt. Auch hier steht Frank Newiger an der Spitze der etwa 35 Mitglieder.