Klaus Ulbricht, trafen sich am Montag Landrat Martin Wille und Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln. An der Runde im Rathaus Köpenick nahmen Dezernenten aus dem Landkreis und Bezirksstadträte aus den Berliner Stadtbezirken teil.

Zäh angelaufen
Dr. Lutz Franzke habe über den Stand des EU-Projektes „Equal“ , an dem auch die beiden Berliner Stadtbezirke beteiligt sind, informiert. Es diene zur wirtschaftlichen Stärkung der Region und ziele darauf, Arbeitslose in neue Beschäftigung zu bringen.
Rund um das „Schönefelder Kreuz“ haben sich Partner aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Oder-Spree und den Berliner Bezirken Treptow-Köpenick und Neukölln zu einer Entwicklungspartnerschaft „Strukturentwicklung und Arbeit“ zusammengeschlossen. „Equal“ sei ein offenes Netzwerk, das ortsansässigen Unternehmen, Verbänden, Verwaltungen und Arbeitssuchenden eine neue Ebene der Zusammenarbeit biete. Alle Anstrengungen müssten sich am Bedarf der regionalen Unternehmen orientieren. Konkret gehe es darum, den Personalbedarf bei Unternehmen zu ermitteln, Arbeitslose für eine konkrete Beschäftigung auszuwählen und eine passgenaue Qualifizierung vorzunehmen. Insgesamt wolle man bei „Equal“ bis 2005 rund 120 Unternehmen einbeziehen und etwa 500 Leute qualifizieren, sagte Franzke. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien 70 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt.
Sowohl Franzke als auch sein Berliner Kollege Sander sprachen von einem zähen Anlauf der Beratertätigkeit. Künftig müsse die Unternehmensberatung intensiviert werden. Wichtig sei ein enges Zusammenwirken mit den Arbeitsämtern und der Wirtschaftsförderung.
Um das regionale Standortmarketing aufzuwerten, wollen sich der Landkreis Dahme-Spreewald und Berlin auf Wirtschafts- und Tourismusmessen gemeinsam oder nebeneinander präsentieren, heißt es in der Pressemitteilung.
Ein weiteres Gesprächsthema sei der Straßenbau gewesen. Dabei sei es unter anderem um die Waldstraße in Eichwalde gegangen. Letztere wird von der Landesgrenze durchschnitten. Für eine Änderung des Grenzverlaufs wollen sich beide Seiten beim Land Brandenburg beziehungsweise beim Senat Berlin einsetzen.

Gemeinsm gegen Müllsünder
Verstärkt wollen der Kreis und Berlin gegen illegale Müllentsorgung im Grenzgebiet vorgehen. Einzelheiten dazu sollen am 25. März auf einer gemeinsamen Umweltkonferenz in Schönefeld beraten werden. Bildungs- und Sozialdezernentin Sylvia Lehmann habe in Berlin über die Kita- und Schulentwicklungsplanung im Landkreis informiert. Ein Austausch entsprechender Daten sei vereinbart worden. Das nächste Treffen von Vertretern des Kreises mit den Berliner Nachbarn soll voraussichtlich im Oktober stattfinden. (red)