| 15:42 Uhr

Lübben
Toilette schwebt für Lübben ein

Ein Teil der Toilettenanlage schwebt durch die Luft. Die Anlage wurde an der Cottbuser Straße in Lübben aufgestellt.
Ein Teil der Toilettenanlage schwebt durch die Luft. Die Anlage wurde an der Cottbuser Straße in Lübben aufgestellt. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Stadt stellt neue Anlage für rund 180 000 Euro in der Cottbuser Straße auf.

Die Toilettenanlage an der Cottbuser Straße in Lübben steht. Sie wurde in dieser Woche aufgestellt. Die beiden Bauteile sind mit Hilfe eines Krans vom Transporter bis zu ihrem Standort durch die Luft geschwebt.

„180 000 Euro hat die Toilettenanlage gekostet“, sagt Antonia Höhne vom Bauamt der Lübbener Stadtverwaltung. Die Anlage wurde ihr zufolge  ausschließlich mit eigenen Mitteln der Stadt finanziert. Sie verfügt über drei separate WC-Räume, kann von Frauen, Männern und Menschen mit Behinderung genutzt werden, und es gibt einen Wickeltisch.

Nutzer der Anlage müssen eine Gebühr entrichten. Die Toiletten sind aus Edelstahl und damit gegen Vandalismus zumindest etwas geschützt, zudem wartungs- und reinigungsarm, wie Petra Gutsche vom Lübbener Bauamt sagt. Ihr zufolge werde das Gebäudemanagement der Stadt die Reinigungsarbeiten vergeben. Mit der neuen Toilettenanlage gibt es jetzt vier öffentliche Toiletten auf und im näheren Umfeld der Schlossinsel, mit dem WC im Rathaus sogar eine fünfte in der Innenstadt. Sie ist neben der Rathaus-Toilette ist zweite kostenpflichtige.

Die neue Anlage an der Cottbuser Straße ist Teil des Projekts „Parkplatzbau am Burglehn“. Stellflächen für etwa 350 Pkw und neun Busse sollen entstehen, die Arbeiten laufen derzeit. Je nach Witterung werden die Parkplätze noch in diesem Jahr gepflastert, wie Antonia Höhne sagt.

Die Parkflächen sollen spätestens im Frühjahr des nächsten Jahres fertig sein. Zum Projekt gehört auch eine Ladestation für die Elektromobilität.

Um das Erscheinungsbild in diesem Bereich zu verbessern und Besucher auf den Parkplatz aufmerksam zu machen, sollen zwei Pflugschare inklusive Wasserlauf aufgestellt werden. Die Schare aus Cor-Ten-Stahl in Rostoptik sind etwa vier Meter hoch. Sie sollen direkt an der Cottbuser Straße stehen. Geplant sind dort auch Bäume, Sträucher, Sitzgelegenheiten sowie eine Informationstafel. Das gesamte Projekt soll Petra Gutsche zufolge vor Beginn der Hauptsaison im nächsten Jahr abgeschlossen sein.

„Die Kosten für den derzeitigen zweiten und dritten Bauabschnitt betragen etwa 920 000 Euro. Von denen werden 80 Prozent gefördert“, sagt die Stadtsprecherin Dörthe Ziemer. Hinzu kommt die Toilettenanlage, die die Stadt aus der eigenen Tasche bezahlt.

Der neu gestaltete Parkplatz inklusive Eingangsbereich am Burglehn soll die Parkplatzsituation in der Innenstadt entspannen. Besucher, und dank barrierefreier Brücken auch Menschen mit Behinderung, sind in wenigen Minuten zu Fuß auf der Schlossinsel und im Stadtzentrum.