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TKS will Impulsgeber sein

Marit Dietrich (re.) und ihre Mitarbeiterinnen in der TKS haben den Umstrukturierungsprozess schon eingeleitet. Marit Dietrich ist die kommissarische Geschäftsführerin der TKS in Lübben.
Marit Dietrich (re.) und ihre Mitarbeiterinnen in der TKS haben den Umstrukturierungsprozess schon eingeleitet. Marit Dietrich ist die kommissarische Geschäftsführerin der TKS in Lübben. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) GmbH in Lübben schärft ihr Profil. Sie ist künftig zentraler Ansprechpartner für Tourismus und Freizeitgestaltung. Andreas Staindl / asd1

Erste Änderungen sind sichtbar: Die Spreewald-Info auf der Schlossinsel wurde zur Spreewald-Service Lübben. Sie ist Dienstleister für Einwohner und Touristen in der Kreisstadt, wie Marit Dietrich sagt. "Wir informieren nicht nur, sondern beraten, empfehlen, unterbreiten Vorschläge. Da kann auch mal ein Geheimtipp dabei sein."

Die 36-Jährige ist die kommissarische Geschäftsführerin der TKS, seit 1. März im Amt. Sie führt die hundertprozentige Tochter der Stadt Lübben in den Umformungsprozess (die RUNDSCHAU berichtete). Der Prozess ist angelaufen. Das wird personell, aber auch optisch sichtbar. 16 Mitarbeiter sind ab dem 1. März von der TKS zur Stadt Lübben gewechselt. Sie sind in den Bereichen Bibliothek, Museum, Haustechnik und Immobilien tätig. Auch die dazugehörenden Gebäude hat die Stadt in Nutzung übernommen. Veränderungen sind zudem in der Spreewald-Service Lübben zu sehen. Sitzecken wurden schon eingerichtet, Themeninseln sollen gestaltet werden, etwa zum Deutschen Trachtenfest 2019 oder, um für einen Aktiv-Urlaub in Lübben und Umgebung zu werben. Gäste können sich zudem auf eine Bücherecke freuen. Die Bibliothek hat Exemplare zur Verfügung gestellt wie Marit Dietrich sagt. Sie will auch die Leistungsträger von den neuen Ideen begeistern. "Wir wollen für sie Impulsgeber sein, ihnen Trends und Entwicklungen aufzeigen." Auch innerhalb der TKS wird es Veränderungen geben. "Die Arbeitsabläufe werden angepasst und optimiert", kündigt die Geschäftsführerin an. Weiterbildungen werden eine größere Rolle spielen, soziale Medien wie Facebook und Twitter ebenso. Konkret bedeutet das, nicht nur über Veranstaltungen und Angebote zu informieren, sondern Gäste emotional anzusprechen und Lust auf einen Besuch in unserer Stadt zu machen." Die zehn Mitar beiter seienbereit und motiviert, den neuen Weg mitzugehen. Marit Dietrich: "Sie stehen hinter der Umstrukturierung und werden künftig nach ihren Stärken eingesetzt."

Vorausgegangen waren Workshops und Mitarbeitergespräche. Karsten Heinsohn soll den Umsetzungsprozess begleiten. Seine Firma Dwif hat das Konzept für die neue TKS erarbeitet. Die ersten Ziele sollen bis Ende dieses Jahres umgesetzt werden. "Wir verfallen aber nicht in blinden Aktionismus, sondern arbeiten nach einem langfristigen Plan", sagt Marit Dietrich. "Die Umstrukturierung der TKS braucht seine Zeit." Neben diesem Prozess läuft das Tagesgeschäft. Veranstaltungen für dieses und das nächste Jahr sind in Planung oder schon durchgeplant. "Wir haben einen prall gefüllten Veranstaltungskalender in diesem Jahr", blickt Geschäftsführerin Dietrich voraus.

Sie ist in Radensdorf aufgewachsen, lebt auch im Lübbener Ortsteil. Nach dem Abitur 1999 am Paul-Gerhardt-Gymnasium hat sie von 1999 bis 2003 Betriebswirtschaftslehre Fachrichtung Tourismus in Göttingen studiert. Anschließend ist die Diplom-Kauffrau in ihre Heimat zurückgekehrt und hat zwischen 2003 und 2009 bei der Messe Berlin GmbH gearbeitet. Die Gesellschaft veranstaltet zahlreiche große Messen und Kongresse in der Hauptstadt wie etwa die Internationale Tourismusbörse und die Internationale Luft-und Raumfahrtausstellung.

Seit 2009 ist Marit Dietrich in der Lübbener Stadtverwaltung für Wirtschaftsförderung zuständig. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die kommissarische Geschäftsführung der TKS fällt ihr nicht schwer: "Ich kannte das Team schon durch meine Arbeit in der Stadtverwaltung. Die Gesprächskultur zwischen uns war von Anfang an offen. Das hat mir den Einstieg erleichtert." Marit Dietrich sieht die Umstrukturierung der TKS als "große Herausforderung". Aber: "Lübben hat viel Potential."