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| 18:45 Uhr

TKS Lübben
Drei Lose für Aufgaben der TKS

Das Spreewaldfest ist ein Höhepunkt im Leben der Stadt und der Region. Viele Akteure sorgen dafür, dass es eine besondere Ausstrahlung hat.
Das Spreewaldfest ist ein Höhepunkt im Leben der Stadt und der Region. Viele Akteure sorgen dafür, dass es eine besondere Ausstrahlung hat. FOTO: TKS Lübben / Nitsche
Lübben. Die Fraktionen der Lübbener Stadt- verordnetenversammlung haben ein Verfahren angeschoben, das zur Privatisierung von touristischen Aufgaben f. Von Ingrid Hoberg

Die Kahnnacht, die in drei Wochen im Hafen 1 an der Schlossinsel startet, ist fast schon ausverkauft. „Es gibt nur noch wenige Restkarten“, sagt Peggy Nitsche von der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben (Spreewald) GmbH (TKS). „Da haben wir wohl mit dem Thema ,Time for Rock’n’Roll’ den richtigen Nerv bei den Gästen getroffen“, sagt sie. Dabei arbeiten die Mitarbeiter der TKS schon am nächsten großen Event der Stadt - am Spreewaldfest. Allerdings nicht nur für dieses Jahr, da muss fast alles in Sack und Tüten sein. Die Veranstaltungsprofis sind gedanklich schon ein Jahr weiter, um für das Spreewaldfest 2019 und die weiteren Höhepunkte wie das Trachtenfest alles bestens vorzubereiten.

Allerdings ist es für die TKS-Mitarbeiter nicht einfach, die Gedanken bei den aktuellen Aufgaben des Event-Geschäfts zu behalten. Sie verfolgen die Diskussionen der Stadtverordneten zum Interessenbekundungsverfahren, das die Fraktionen mit dem Einbringen einer Beschlussvorlage angeschoben haben. In allen Fachausschüssen von Bildung und Kultur über Finanzen, Bau- und Hauptausschuss ist das Papier diskutiert und am Ende an die Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung weitergeleitet worden.

Die Firma dwif, die das Organisations- und Entwicklungskonzept für den Freizeit- und Erholungsstandort Lübben (Tourismuskonzept) erstellt hat, lieferte nun die Vorschläge, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Tourismusverein Lübben und Umgebung war in den Ausschusssitzungen durch den Vorsitzenden Steffen Goertz und Markus Karl vertreten. Beide brachten zum Ausdruck, dass sich der Verein in das Konzept zur Umsetzung der Tourismusentwicklung einbringen will. Und sie verwiesen darauf, dass ein offenes Verfahren geführt werden sollte. „Lübben steht für sanften Tourismus, nicht für Massentourismus“, betonte Steffen Goertz im Bildungsausschuss. „Wir haben nichts gegen einen Wettbewerb der Ideen, dabei kann Gutes herauskommen“, erklärte Markus Karl im Finanzausschuss. Entscheidungen sollten allerdings auch nicht aus finanziellen Gründen  gegen lokale Interessen getroffen werden.

Ziel des Verfahrens sei es, die Struktur zu schaffen, die das Tourismuskonzept umsetzt, so Benjamin Kaiser (Fraktion CDU/Grüne) im Finanzausschuss. „Wir wollen Qualität erhalten, ausbauen, nicht kaputt sparen, darin sind sich die Fraktionen einig“, erklärte er. Es gehe nicht darum, in alte Strukturen zurückzukehren, doch wenn sich die Touristiker einbringen wollen, dann müsse das geprüft werden, so Sven Richter (Linke). Der Tourismusverein könne mit ins Boot geholt werden. Kämmerer Lutz Gotthainer ermutigte in dem für ihn letzten Finanzausschuss, dass sich jeder Touristiker an dem Verfahren beteiligen kann.