| 18:02 Uhr

Freizeit und Erholung
TKS Lübben ist neu organisiert

Strahlender Sonnenschein, doch nicht ganz so viel Schnee wie auf diesem Foto - so war es am Montag in Lübben. Dass die Stadt im Spreewald zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert ist, vermittelt die TKS mit ihrem Marketingkonzept.
Strahlender Sonnenschein, doch nicht ganz so viel Schnee wie auf diesem Foto - so war es am Montag in Lübben. Dass die Stadt im Spreewald zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert ist, vermittelt die TKS mit ihrem Marketingkonzept. FOTO: Jegasoft Media / TKS Lübben
Lübben. Winterkampage mit neuen Angeboten läuft. Mitarbeiter  verunsichert der Einstellungsstopp. Von Ingrid Hoberg

Der Spreewald-Service Lübben muss in der Hauptsaison sieben Tage in der Woche verfügbar sein. „Das erwarten die Gäste von uns“, sagt Marit Dietrich, Geschäftsführerin der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben (Spreewald) GmbH. Der Tourismus-Standort Lübben stehe da im Vergleich mit den Nachbarn Lübbenau und Burg.

Doch gegenwärtig ist diese Sieben-Tage-Woche personell nicht abzusichern. Eine Stelle fehlt dafür im Service-Bereich. Auch insgesamt ist die TKS personell noch nicht so aufgestellt, dass die Aufgabenfelder, die sich nach der Umstrukturierung ergeben haben, zu erfüllen sind. Gegenwärtig seien zwei Stellen nicht besetzt, ab April sogar drei, und es sei nicht klar, wie es weitergeht, stellt die Geschäftsführerin fest. Es gebe einen Einstellungsstopp für die TKS, sodass keine Wieder- und Neubesetzungen möglich sind. Die Mitarbeiter seien verunsichert, da nicht klar ist, in welchen  Strukturen gearbeitet werde. „Die Erfüllung unserer Aufgaben gemäß der Zielstellung ist nicht vollständig möglich“, betont die Geschäftsführerin.

Jens Richter (CDU/Grüne) verwies in der Stadtverordnetenversammlung darauf, dass die Abgeordneten im vergangenen Jahr von der Umstrukturierung der TKS zur städtischen Gesellschaft überrascht worden seien. „Wir sind mit dem Bürgermeister im Gespräch, doch wir müssen uns auch Zeit nehmen“, sagte er. Die Verwaltung verweist darauf, dass erst im März die Organisationsuntersuchungen des beauftragten Beratungsunternehmens abgeschlossen sind. Dann sollen weitere Entscheidungen getroffen werden. Dem Bürgermeister sei bewusst, dass die Lösung der Personalfrage drängt, heißt es auf Rundschau-Nachfrage aus dem Rathaus.

Was trotzt der personellen Engpässe innerhalb eines Jahres umgesetzt wurde, legte Geschäftsführerin Dietrich in der Stadtverordnetenversammlung dar. Ein Jahr zuvor, im Januar 2017, hatten die Abgeordneten den Beschluss zur Umstrukturierung der TKS gefasst, im März übernahm Marit Dietrich die Geschäftsführung. Als Grundlage für die weitere Arbeit wurde ein Organisations- und Entwicklungskonzept für den Freizeit- und Erholungsstandort Lübben erarbeitet. Es wurden sechs Aufgabenfelder festgelegt, die von verschiedenen Marketingaufgaben und Öffentlichkeitsarbeit über Besucherservice bis Veranstaltungsmanagement und Produktentwicklung reichen.

Zu den nach außen sichtbaren Veränderungen gehört die Lübbener Wochenpost, die regelmäßig per E-Mail herausgeht. „Diese Informationsmöglichkeit kommt bei den Vermietern, bei Pensionsbetreibern gut an. Das ist eine Erleichterung für sie“, stellt Marit Dietrich fest. Wenn Gäste bei der Anreise danach fragen, was in den kommenden Tagen in Lübben geboten wird, dann gibt die Lübbener Wochenpost auf einer Seite Auskunft über aktuelle Termine, Verkehrseinschränkungen und die Öffnungszeiten des Spreewald-Service Lübben.

Nicht mehr wegzudenken seien die modernen Formen der Kommunikation. So wurde der Auftritt auf der Homepage überarbeitet und Lübben ist in den sozialen Netzwerken vertreten.

Die TKS versteht sich auch als Ideengeber, wie Marit Dietrich sagt. So gibt es Treffen mit den Stadtführern, um neue Produktideen zu entwickeln - beispielsweise die Kakaokahnfahrt mit Vera Städter.