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| 15:11 Uhr

Feuerwehrsport
Sprint über 770 Treppenstufen bis ins Ziel

 Beim Treppenlauf starten die Teams in kompletter Schutzausrüstung. Thomas Boigk und Carlo Burtchen sind wieder mit dabei.
Beim Treppenlauf starten die Teams in kompletter Schutzausrüstung. Thomas Boigk und Carlo Burtchen sind wieder mit dabei. FOTO: TFA Team Lübben
Lübben. Lübbener Feuerwehrleute starten am Sonnabend beim 9. Treppenlauf in die 39. Etage des Park Inn Hotels in Berlin. Von Katrin Kunipatz

Lübbener Feuerwehrleute stellen sich am Samstag einer ungewöhnlichen Herausforderung. In kompletter Einsatzausrüstung und mit Atemschutzgerät werden eine Frau und 13 Männer vom TFA Team beim Treppenlauf in Berlin starten. TFA steht für Toughest Firefighter Alive und bedeutet übersetzt härtester lebender Feuerwehrmann. „Der Wettkampf stammt ursprünglich aus Amerika“, sagt Hagen Mooser, der Teil des TFA Teams ist. „Im Gegensatz zum normalen Feuerwehrsport treten die Wettkämpfer in vollständiger Einsatzkleidung und mit Pressluftatmer an.“ Beim Treppenlauf in Berlin werden 400 Teams aus 13 Nationen erwartet. Startberechtigt sind nur Feuerwehrleute mit Atemschutztauglichkeit. Austragungsort ist das Park Inn Hotel am Alexanderplatz. Zwei Kameraden bilden einen Trupp, erklärt Hagen Mooser. Im Abstand von 30 Sekunden starten die Teams. Das Ziel befindet sich in der 39. Etage des Hotels. 770 Stufen gilt es zu ersteigen. Auch bei einem Feuer würde der Einsatz über das Treppenhaus laufen, so Mooser. Denn bis in eine Höhe von 110 Metern reicht kein Hubrettungsgerät.

Seit Oktober vergangenen Jahres trainieren die Kameraden einmal in der Woche für den Treppenlauf, so Hagen Mooser. Die Spreewaldklinik stellte den Feuerwehrleuten dafür eines ihrer Treppenhäuser zu Verfügung. Die Vorbereitungszeit sei nötig, zwar atme man unter der Maske sauberere Luft als sonst in Treppenhäusern üblich, aber die Feuerwehrausrüstung einschließlich Atemschutzgerät wiegt 25 Kilogramm und zusätzlich enge die Maske das Gesicht ein. Wie Mooser mitteilt, gibt es am heutigen Dienstag eine weitere Trainingseinheit. Alle Teammitglieder sind außerdem Feuerwehrleute im Aktiven Dienst und rücken nach einer Alarmierung zu Hilfseinsätzen mit aus. Aber die Lübbener Wehr ist eine Freiwillige Feuerwehr. Die 14 Wettkampfteilnehmer auch berufstätig, sagt Mooser.

Im vergangenen Jahr brauchten die schnellsten Teams in Berlin weniger als sieben Minuten. Von den Lübbenern waren Carlo Burtchen und Thomas Boigk mit 8:29,6 Minuten die Schnellsten.