ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Tempo 30: Antrag zurückgezogen

Lübben. Ein kontroverses Thema in der Lübbener Stadtverordnetenversammlung ist vom Tisch. Pro Lübben hat am Donnerstag den Antrag zurückgezogen, dass vor allen Kitas, Schulen, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen Tempo-30-Zonen eingerichtet werden sollen. Ingvil Schirling

In der Begründung betonte Fraktionsmitglied Wolfram Beck, dass der Antrag ohne jeden Populismus gestellt worden sei. Das Ansinnen als Beschluss zu fassen, sei aber unnötig geworden, daher werde der Antrag zurückgezogen. Die gesetzliche Grundlage schreibe ohnehin vor, dass die Einrichtung von Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen zu prüfen und gegebenenfalls zu veranlassen ist.

Den Rückzug in der Stadtverordnetenversammlung nahm Hans-Jürgen Barthel mit Erleichterung zur Kenntnis. Der Lübbener hatte sich bereits in der Einwohnerfragestunde danach erkundigt, wo denn die zusätzlichen Tempo-30-Zonen dann eingerichtet werden sollten. Ehemals im Kranken- und Behindertenfahrdienst tätig, hat er sich mit den konkreten Verkehrssituationen in der Spreewaldstadt intensiv auseinander gesetzt. Die evangelische Grundschule beispielsweise habe die Eltern gebeten, die Kinder über die Gartengasse zur Schule zu bringen, so dass an der Berliner Straße dafür keine Geschwindigkeitsbegrenzung benötigt wurde, argumentierte er auf LR-Nachfrage. Die zwölf bis 13 Kleinbusse, die morgens die Werkstatt an der Hartmannsdorfer Straße ansteuern, würden zum Aussteigen auf den Hof fahren, nannte er ein weiteres Beispiel.

Auf Kreisebene hatte die Fraktion UBL/Wir für KW einen ähnlich lautenden Antrag gestellt. Im Kreistag vergangenen Woche wurde er abgelehnt.