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Immer mehr Besucher
Tanzfrühschoppen bringt Senioren in Schwung

Blasmusik animiert zum Tanzen. Der Tanzfrühschoppen im Landhaus in Duben lockt sechs Mal im Jahr vor allem Senioren aufs Parkett. F
Blasmusik animiert zum Tanzen. Der Tanzfrühschoppen im Landhaus in Duben lockt sechs Mal im Jahr vor allem Senioren aufs Parkett. F FOTO: Andreas Staindl
Duben . Seit acht Jahren gibt es das Angebot. „Es wird richtig gut angenommen“, sagt Andreas Zingelmann.

Pünktlich um elf Uhr marschierten die Welzower Blasmusikanten am Sonntag in den Saal des Landhauses in Duben (Stadt Luckau). Die Gäste erheben sich, klatschen rhythmisch mit. Sie freuen sich auf den Tanzfrühschoppen. „Er ist doch das einzige Vergnügen für uns hier auf dem Dorf“, sagt Konrad Weiß. „Wenn die Blasmusik erklingt und ich dazu tanzen kann, fühle ich mich gleich viel jünger.“ Der 83-Jährige drehte gemeinsam mit seiner Frau Inge (80) am Sonntag seine Runden auf dem Parkett. „Ich liebe Volksmusik, bin ein großer Blasmusikfan und habe selbst jahrelang etwa während der Fastnacht musiziert“, erzählt der Dubener. „Ich hoffe, dass es diese schöne Musik auch weiterhin gibt.“

An Andreas Zingelmann soll es nicht liegen. Der Chef des Landhauses in Duben lädt seit acht Jahren zu Tanzfrühschoppen ein. „Wir wollten ein attraktives Angebot schaffen“, sagt er. „Die Veranstaltungen werden richtig gut angenommen.“ Sein Vater Hartwig hatte die Idee dafür. Er ist froh, dass sie so gut gezündet hat: „Wir haben vor allem älteres Publikum. Die Gäste sind dankbar, dass sie schöne Stunden bei uns verleben dürfen.“

Etwa 60 Leute waren anfangs dabei, wie er erzählt. Inzwischen ist der Saal jedes Mal voll. Auch diesmal waren wieder mehr als hundert Gäste zum Tanzfrühschoppen nach Duben gekommen. Nicht wenige haben lange Fahrtwege hinter sich, kommen aus anderen Kreisen, einige sogar aus der Landeshauptstadt Potsdam. Hannelore (77) und Helmut (83) Paff wohnen in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). „Wir sind große Blasmusikfans“, sagen sie. Und, dass sie 72 Blaskapellen ins Herz geschlossen haben. „Wir versuchen, möglichst viele Auftritte von ihnen zu besuchen“, erzählt Hannelore Paff.

Sie und ihr Mann seien in ganz Deutschland unterwegs. Dann haben sie immer auch Fan-Schals der jeweiligen Kapelle dabei. „Die habe ich alle selbst angefertigt“, erzählt die 77-Jährige. Am Sonntag in Duben haben sie und ihr Mann Schals mit der Aufschrift „Fans der Welzower Blasmusikanten“ geschwenkt. Und natürlich eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. „Tanzen hält jung“, sagt Helmut Paff. Und es macht großen Spaß.

„Wir tanzen sehr gern“, sagt Helma Vietz (74) aus Wittmannsdorf (Stadt Luckau). „Auch ältere Menschen wollen sich bewegen.“ Sie war mit ihrem Mann Rudi nach Duben gekommen: „Wenn schon eine so attraktive Veranstaltung in unserer Region angeboten wird, sind wir natürlich dabei.“ Tanzen fällt dem Paar nicht schwer. „Wir tanzen seit Jahren im Tanzclub in Luckau“, erzählt Helma Vietz. „Es ist für uns kein Problem, auch mal eine Rumba oder einen Cha-Cha-Cha aufs Parkett zu legen. Doch leider spielen Blaskapellen kaum Musik für diese Tänze. Hin und wieder mal ein Foxtrott wäre schon ganz nett.“ Sie und ihr Mann sind dennoch gern zum Tanzfrühschoppen gekommen: „Wir sind gern aktiv, und das können wir hier sein.“

Die Welzower Blasmusikanten sorgten für den Rhythmus. Schon nach den ersten Takten der Kapelle strömten die Gäste auf das Parkett. Tanzen macht hungrig. Andreas Zingelmann ist darauf eingestellt. Er bietet immer auch ein leckeres Essen an. „Wir kochen bodenständig, setzen auf die gute deutsche Küche, verwenden regionale Produkten und Zutaten-teilweise aus eigenem Anbau“, erklärt er. „Unsere Gäste honorieren das.“

Jeweils drei Mal im Frühjahr und im Herbst lädt er zu Tanzfrühschoppen in sein Landhaus in Duben ein-das nächste Mal im März dieses Jahrs. Die Kapellen wechseln, die Gäste bleiben treu. Auch diesmal haben zahlreiche Teilnehmer schon Plätze für die nächste Auflage bestellt. „Blasmusikfans sind ein sehr dankbares und unkompliziertes Publikum“, sagt Hartwig Zingelmann und ergänzt: „Wir ermöglichen ihnen gern ein paar schöne Stunden.“