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Tag der offenen Tür
Bildungseinrichtung mit zahlreichen Optionen

Lübben. Das Oberstufenzentrum (OSZ) in Lübben ist eine gute Adresse. Schüler fühlen sich dort wohl. Das hat der Tag der offenen Tür am Samstag gezeigt. Von Andreas Staindl

„Ich habe schon viel Gutes über das OSZ in Lübben gehört“, sagt Linda Tubler aus Neudöbern (Oberspreewald-Lausitz) beim Tag der offenen Tür. „Es gibt dort ein großes Angebot und viele Optionen. Man kann das Abitur machen, bekommt berufliche Grundlagen vermittelt, vieles ist möglich“, ergänzt sie. Für die Zehntklässlerin, die derzeit die Oberschule in Calau besucht, ist das OSZ Dahme-Spreewald deshalb „erste Wahl. Und das, was mir Freunde erzählt haben, hat sich bestätigt. Ich habe einen guten Eindruck von der Einrichtung.“ Sie will Polizistin werden, vielleicht Psychologie studieren. Die Grundlagen könnte sie im OSZ erwerben. Das berufliche Gymnasium dort mit der Fachrichtung Sozialwesen wäre eine Möglichkeit.

Marie-Sophie Hackert hat sich ebenfalls für diese Fachrichtung entschieden und besucht schon das Oberstufenzentrum in der Kreisstadt Lübben. „Es war eine gute Entscheidung“, sagt sie. „Wir lernen hier viel über Soziales allgemein. Das hilft mir sicherlich auch im späteren Leben, unabhängig davon, in welchem Beruf ich mal arbeite.“ Ihr Ziel ist es, nach dem Abschluss der Fachoberschule im OSZ eine Ausbildung zur Erzieherin zu beginnen. „Ich denke, ich bin dann gut darauf vorbereitet“, sagt Maria-Sophie Hackert, „denn wir können hier viele praktische Erfahrungen sammeln.“

Soziales, Technik oder Wirtschaft, das OSZ in Lübben bietet verschiedene Schwerpunkte. Auch das Abitur kann seit einigen Jahren dort abgelegt werden. Das berufliche Gymnasium „Plus Handwerk“ ist ein neuer Bildungsgang. Es ist mit Beginn dieses Schuljahrs gestartet. „Die Nachfrage ist enorm“, sagt Hendrik Schulz von der Handwerkskammer Cottbus. „18 Schüler sind aktuell dabei, davon etwa zwei Drittel Jungen.“ Er koordiniert das neue Angebot, das ihm zufolge auch bundesweit noch in den Kinderschuhen steckt. „Das Handwerk sucht Hände ringend Mitarbeiter, auch Führungskräfte, die Verantwortung übernehmen“, erklärt Hendrik Schulz. „Das berufliche Gymnasium „Plus Handwerk“ bereitet optimal darauf vor. „Ziel ist es, Lust auf handwerkliche Berufe zu machen und eine solide Basis zu legen.“

Der neue Bildungsgang macht das Abitur inklusive erster Module der Meisterausbildung  möglich. Während einer anschließenden Berufsausbildung können der Gesellenbrief sowie danach der Meistertitel erworben werden, und das Dank OSZ-Abschluss in verkürzter Zeit.

Wer diesen Weg wählt, hält in wenigen Jahren drei Abschlüsse in der Hand. Franz Fischer gefallen diese Aussichten. Der junge Lübbener hat sich deshalb für den neuen Bildungsgang entschieden und besucht das berufliche Gymnasium. „Es lässt mir  verschiedene Optionen offen“, begründet er seine Entscheidung. „Ich kann studieren oder eine Karriere im Handwerk machen, vieles ist möglich, das gefällt mir.“ Bis zur zehnten Klasse hatte er das Paul-Gerhardt-Gymnasium in Lübben besucht. Den Wechsel in das Oberstufenzentrum hat er nicht bereut: „Die Arbeitsatmosphäre ist hier entspannter. Wir haben mehr Zeit für die einzelnen Themen. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

Timo Metczorat würde auch gern im OSZ lernen. „Ich möchte hier meinen Abschluss der zehnten Klasse machen und später Lokführer werden“, erzählt der junge Golßener (Unterspreewald). In der Berufsfachschule des Oberstufenzentrums hätte er die Möglichkeit, einen ordentlichen Schulabschluss zu machen. Noch hat Timo ein Jahr Zeit. Er besucht derzeit die neunte Klasse der Oberschule in Dahme/Mark. Doch weil Timo Integrationsschüler ist, wie er sagt, reicht sein Abschluss in der Flämingstadt nicht, um Lokführer werden zu können. „Ich will deshalb den Tag der offenen Tür im OSZ nutzen, um mich frühzeitig nach Möglichkeiten für mich zu erkundigen.“ Timo Metczorat war damit einer von zahlreichen Besuchern, die das Angebot des Oberstufenzentrums am Samstag in Lübben genutzt haben. Sie wurden von der Schulleitung sowie von Lehrern und Schülern umfassend informiert.

Weitere Informationen zu den Bildungsangeboten gibt es im Internet unter :