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| 01:29 Uhr

Tafel hilft immer mehr Lübbenern

Lübben. Die Arbeitsbedingungen der Luckauer Tafel in der Ausgabestelle Lübben hat die Bereichsleiterin des Albert-Schweitzer-Familienwerks, Brigitte Huth, in der jüngsten Sitzung des städtischen Bildungsausschusses gleich vor Ort präsentiert. Dabei wurde auch deutlich, dass immer mehr Menschen in der Region Lübben auf die Hilfe angewiesen sind. Von Stefanie Hanus

Eine erste Bilanz nach dem Umzug der Lübbener Ausgabestelle in die Räume an der Breitscheidstraße präsentierte Brigitte Huth den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport in der Sitzung am Dienstag. Nach dem Ortswechsel von der Wettiner Straße und anfänglichen Vorbehalten der Anwohner habe sich die Einrichtung in der Nachbarschaft etabliert, so die Bereichsleiterin der Luckauer Tafel im Albert-Schweitzer-Familienwerk.

Die Räume des ehemaligen Konsums haben sich für Brigitte Huth bewährt. “Es besteht jetzt die Möglichkeit, dass die Leute bei einer Tasse Kaffee warten können und nicht vor der Tür Schlange stehen müssen„, sagte Huth. Immer mehr Menschen, die berechtigt sind, die Tafel zu nutzen, zählt die langjährige Mitarbeiterin. Darunter ALG II- und Sozialhilfeempfänger oder Geringverdienende. 1023 Erwachsene und 277 Kinder sind es derzeit in Lübben und der unmittelbaren Umgebung. Rund 11 000 Berechtigte verteilen sich auf die vier Tafeln des Bereichs in Spremberg, Welzow, Cottbus und Luckau sowie die drei Ausgabestellen Drebkau, Lübben und Golßen. In Luckau liegt die Zahl der berechtigten Erwachsenen bei 827, plus 273 Kindern. In Golßen sind es 380 Erwachsene und 105 Kinder.

“Noch vor zwei Jahren sah die Situation ganz anders aus. Inzwischen kommen immer mehr Leute„, so Huth. Darunter seien viele, die mit einem Geschäft oder einer Gaststätte in Konkurs gegangen sind. Mit 400 Euro jährlich sei die Einrichtung in den vergangenen beiden Jahren durch die Stadt Lübben gefördert worden, weitere Mittel spenden Privatleute oder Institutionen.

Als “erschreckend hoch„ kommentierte der Vorsitzende des Ausschusses, Peter Rogalla (Die Linke), die Lübbener Werte. Für einen Schluss darüber, wie das Verhältnis zwischen Einwohnerzahl und Bedürftigen in Lübben tatsächlich aussieht, sei der Bezugsrahmen aber nicht klar genug eingegrenzt, so Christoph Bartoszek, Fachbereichsleiter Ordnung, Bildung und Soziales. Nutzer aus Straupitz, Niewitz oder Schönwalde schließe der Zahlenwert mit ein. Um das im Vergleich zum vorherigen Standort mit 345 Euro Monatsmiete deutlich teurere Lübbener Objekt optimal zu nutzen, will die Tafel weitere Möglichkeiten suchen. Gut angenommen werde die in einem Raum eingerichtete Kleiderkammer.