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| 16:54 Uhr

Weltgebetstag
Süßes und Herzhaftes nach slowenischen Rezepten

 Marlies Siegert, Christine Bartsch und Birgit Walter-Goers (v.l.n.r.)   luden unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit!“ zum slowenischen Buffet ein.
Marlies Siegert, Christine Bartsch und Birgit Walter-Goers (v.l.n.r.) luden unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit!“ zum slowenischen Buffet ein. FOTO: dorn / Dorn
Lübben. Beim Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag im März gibt es Informationen zu Land und Leuten. In diesem Jahr steht Slowenien im Mittelpunkt.

„Kommt, alles ist bereit“! Birgit Walter-Goers, Christine Bartsch und Marlies Siegert lüften die Deckel ihrer Töpfe, aus denen es verlockend duftet. Die drei Frauen vom Vorbereitungsteam des Weltgebetstages haben für ihre Gäste slowenisch gekocht. Süßes und Herzhaftes stehen auf dem Buffet, Gerichte mit Namen wie Jota, was ein Bohneneintopf ist, oder Orehova Potica, ein Walnusskuchen.

Etwa 40 Frauen aus dem Kirchenkreis waren nach Lübben gekommen, um mehr über Slowenien, das kleine Land auf dem Westbalkan, zu erfahren. Und sie wollen gerüstet sein für die Feiern zum Weltgebetstag, die sie im März in ihren Kirchengemeinden leiten werden.

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Initiative von Christinnen verschiedener Konfessionen. Regelmäßig wird er am ersten Freitag im März mit einem Gottesdienst gefeiert. Frauen von Samoa bis Chile sind beteiligt. Teil der Feier ist eine Art Landeskunde mit landestypischem Essen. Gefragt wird außerdem, wie die Situation der Frauen ist. „In dem jungen Slowenien, das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen ist, sind Frauen in Politik und Wirtschaft vertreten. Dennoch müssen sie um ihre Errungenschaften kämpfen“, erläutert Birgit Walter-Goers aus Mochow in ihrem Vortrag.

Der Weltgebetstag weist zugleich auf Probleme hin und hilft mit Spenden. Dabei geht es meist um Projekte gegen Ausgrenzung und für mehr politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Beteiligung von Frauen. In Slowenien wird die Organisation Ključ („Schlüssel“) gefördert. Es ist eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. „Zufällig wurde kürzlich bundesweit 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert. Nicht überall auf der Welt genießen Frauen so viele Rechte wie in Europa. Es passt also wunderbar, dass hier die Frauen zusammengekommen sind, um den Blick zu weiten“, sagt die Frauenbeauftragte Marlies Siegert. Die Feiern zum Weltgebetstag finden Anfang März an verschiedenen Orten im Kirchenkreis statt.