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| 19:05 Uhr

Erfahrungsaustausch
Südafrikanische Delegation zu Gast im Spreewald

 Südafrikaner  informierte sich über die Aufgaben im Kataster- und Vermessungsamt.
Südafrikaner  informierte sich über die Aufgaben im Kataster- und Vermessungsamt. FOTO: Landkreis
Lübben. Der Leiter des Kataster- und Vermessungsamt Jürgen Kuse informiert Gäste über die Aufgaben.

Eine Delegation aus Südafrika unter Leitung von  Litha Magingxa informierte sich kürzlich  im Kataster- und Vermessungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald über den Stand des Liegenschaftskatasters und die Aufgaben des Gutachterausschusses für Grundstückswerte.

Die Expertendelegation war insbesondere an Erfahrungen im Transformationsprozess des Eigentumswechsels und der Eigentumssicherung interessiert, um aktuell anstehende Herausforderungen der Landnutzung und Bodenverteilung in der Landreform in Südafrika zu bewältigen.

Jürgen Kuse, Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes, erläuterte die Aufgaben von Grundbuch sowie Liegenschaftskataster und verdeutlichte die unterschiedlichen Zuständigkeiten. Grundbucheintragungen seien einzig und allein Sache der Gerichte. Für die Liegenschaftskataster sind Kreise und Städte verantwortlich. Die Aufgabenteilung wurde einst als zusätzliche Sicherheit für den Eigentümer eingeführt.

Wichtig für die Registrierung der Grundstücke sei ein solides Kartenmaterial. Judith Killiches, Mitarbeiterin im Katasteramt, führte den Gästen digitale Liegenschaftskarten vor. „Wir haben die alten Karten inzwischen in die digitale Welt eingeführt“, sagt sie. In Südafrika könne man zunächst vorhandene topographische Karten nutzen, um nach und nach die Eigentumsgrenzen einzutragen. Sie empfahl auch die Verwendung von Luftbildern, weil man mit diesen Aufnahmen zum Beispiel Nutzungsart und aufstehende Gebäude sehr gut erkennen könne.

Sehr interessiert waren die Gäste an der Festsetzung und der Höhe von Grundstückspreisen und Grundstückssteuern. Kuse erläuterte in diesem Zusammenhang die Aufgaben des Gutachterausschusses und stellte die aktuellen Bodenrichtwerte vor.

Der Besuch fand im Rahmen eines Projektes zur Verbesserung des südafrikanischen Landmanagementsystems statt.