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| 09:47 Uhr

Stürmische Liga: 440 Tore

Fußballkreis Spreewald.. 15 Spieltage von insgesamt 26 sind in der Kreisliga bisher gespielt. Der von allen als Favorit gehandelte FSV Rot-Weiß Luckau, Absteiger aus der Landesklasse, liegt ungeschlagen an der Spitze der Liga. Einen sofortigen Aufstieg wird sich die Mannschaft wohl nicht nehmen lassen. Die Blau-Weißen aus Straupitz liegen mit neun Punkten Abstand zu den Fußballern von Rot-Weiß Luckau an zweiter Position. Stephan Teske und Reinhard Zoschenz

Rot-Weiß Luckau startete mit viel Schwung in die Saison. Vor dem ersten unnötigen Unentschieden im Heimspiel gegen Blau-Weiß Straupitz hatten die Trautmann-Schützlinge sieben Siege in sieben Spielen eingefahren. Dies sollte der einzige Punktverlust auf eigenem Geläuf bleiben. Auswärts kamen noch Unentschieden beim starken Aufsteiger Kaden/Duben und in Altdöbern dazu. Ungeschlagen, mit dem besten Angriff (48 Tore) und der besten Abwehr (16 Gegentore) dominieren die Berstestädter die Kreisliga. Die zweitbeste Serie ohne Niederlage gelang dem Tabellenfünften Alemania Altdöber: In zwölf Spielen wurden 22 Punkte erzielt.

Der FSV Kaden/Duben ist eindeutig die Überraschungsmannschaft im Fußballkreis. Dass sie sich als Aufsteiger so ausgezeichnet in der Kreisliga schlägt, hätte ihr kaum einer zugetraut. Grün-Weiß Lübben als zweiter Aufsteiger befindet sich dagegen im unteren Tabellendrittel und kämpft zurzeit gegen den Abstieg.

Straupitz mit ausbaufähigem Team Grün-Weiß Schlepzig und Blau-Weiß Straupitz haben jeweils eine ausbaufähige und schlagkräftige Mannschaft mit zukunftsfähigem Potenzial. Der 1. SV Lok Calau, ein häufig genannter Verein für den Titel, hat in dieser Saison bisher eine schlechte Serie gespielt. Mit 18 Punkten ist man nicht weit entfernt von den Abstiegsplätzen. Beim letzten Spiel gegen Blau-Weiß Lubolz hinterließ man aber einen starken Eindruck.

Die Mannschaften von Tabellenplatz 8 bis 14 werden unter sich die Absteiger ausspielen. Alemania Altdöbern, SV Calau und TSV Missen belegen die Ränge 5 bis 7 und haben sowohl mit dem Aufstieg als auch mit dem Abstieg nichts zu tun. Missen bringt bisher eine schlechtere Leistung als im Vorjahr. Beim SV Calau ist trotz der Mannschafts-Verjüngung eine Leistungssteigerung erkennbar.

Zu den 105 Kreisliga-Begegnungen kamen insgesamt 6809 Zuschauer. Das entspricht einem Zuschauerschnitt von 64,71 Besuchern pro Spiel. Die meisten Zuschauer hatte der 1. SV Lok Calau (112), die wenigsten kamen zu den Spielen der SpVgg. Blau-Weiß Vetschau (23). Die Spiele mit den meisten Zuschauern waren das Calauer Stadtderby SV gegen Lok mit 430 Zuschauern, gefolgt vom Spiel Lok Calau gegen TSV Missen (172) und dem Derby Rot-Weiß Luckau gegen SV Walddrehna (160).

Bisher 354 Spieler eingesetzt Bisher wurden 345 Spieler eingesetzt, 28 von ihnen absolvierten alle 15 Begegnungen. Die meisten Spieler setzte Blau-Weiß Vetschau II ein (35 Spieler/27,77 Durchschnittsalter), gefolgt von Grün-Weiß Lübben II (31/24,87) und Blau-Weiß Lubolz (30/24,40). Für Rot-Weiß Luckaus "Erste" schnürten 24 Spieler mit einem Durchschnittsalter von 25,96 Jahren die Fußballstiefel. Die wenigsten Aktiven liefen für den TSV Missen (19/27,79) und den FSV Kaden/Duben aufs Feld (19/25,84).

Die Schiedsrichterkosten betragen im Schnitt rund 70 Euro pro Partie. 27 Schiedsrichter pfiffen die 105 Paarungen. Die meisten Auftritte hatten Michael Klose (Lübbenau) und Herbert Rumposch (Lübbenau) mit je zehn, gefolgt von André Lehmann (Gießmannsdorf) mit acht Einsätzen. Zum Spiel FSV Kaden/Duben gegen Blau-Weiß Vetschau erschien der angesetzte Schiedsrichter nicht. Als Ersatz-"Schiri" sprang Steffen Muskala (Lübben) ein.

Verteilt wurden 411 gelbe, 20 gelb-rote und 13 rote Karten. Die fairsten Begegnungen waren die Partien TSV Missen gegen SV Walddrehna, 1. SV Lok Calau gegen SV Walddrehna und Rot-Weiß Luckau gegen Rot-Weiß Wormlage. In diesen Spielen hätten die Schiedsrichter die Karten zu Hause lassen können.

Die unfairsten Treffen fanden zwischen dem SV Calau und dem TSV Missen (32 Strafpunkte) und dem FSV Kaden/Duben gegen Rot-Weiß Wormlage (29) sowie gegen den SV Calau (27) statt.

Die fairsten Spieler der Kreisliga sind bisher Marcel Jahn (Rot-Weiß Luckau), René Heusler und Maik Huskobla (beide TSV Missen), Andy Schröder (Einheit Drahnsdorf), Holger Henke (FSV Kaden/Duben) und Marco Kindermann (1. SV Lok Calau). Sie waren in allen 15 Spielen dabei und erhielten in keinem davon eine Strafe.

Die unfairsten Spieler waren Martin Holzendorf (SV Calau, sechs gelbe und eine rote Karte, 22 Punkte), Carsten Rode (Rot-Weiß Wormlage, vier gelbe und eine rote Karte, 18 Punkte) sowie André Mietk (sechs gelbe, eine gelb-rote Karte, 17 Punkte).

Die meisten Tore in einem Spiel gelangen Marcus Jugan (Blau-Weiß Lubolz) und Martin Winkler (1. SV Lok Calau), die jeweils viermal ins Schwarze trafen.