Da gibt es die Norddeutschen, deren Wortschatz dem Plattdeutsch ähnelt, die Bayern, die in ihrer Aussprache jede Silbe besonders betonen und dehnen, oder die Sachsen, deren Deutsch oft etwas melodisch klingt. Auch die Lausitzer haben ihren ureigenen Dialekt. So sagt der waschechte Lausitzer „goar nüscht“ anstatt „gar nicht“ oder „Oogen“ für Augen oder „Beene“ für Beine. Die Sprache unserer Hauptstadt Berlin scheint nicht wenig Einfluss auf uns Brandenburger zu haben. Das fällt kaum auf, solange man sich etwa in Calau oder Lübben befindet. Besucht man allerdings eine andere Region, merkt man schnell Unterschiede. So kam ich mir kürzlich mit meinem „Rinnstein deutsch“ , wie ich es gern nenne, fast schon flegelhaft vor, als ich mit einem hochdeutsch sprechenden Niedersächsler ins Gespräch kam. Betrachtet man die Sache einmal von der anderen Seite, ist es aber „goar nich“ so übel. Schließlich trägt man auf diese Weise immer ein Stückchen Lausitz im Herzen, oder vielmehr auf der Zunge.