| 15:30 Uhr

Straupitz
Straupitzer machen ihr Dorf nach Herbststürmen wieder fein

Herbstputz in Straupitz: Es war nicht nur Männer- und Frauenpower, sondern auch Technik gefragt. Viele Einwohner beteiligen sich regelmäßig an den Aufräum- und Putzaktionen.
Herbstputz in Straupitz: Es war nicht nur Männer- und Frauenpower, sondern auch Technik gefragt. Viele Einwohner beteiligen sich regelmäßig an den Aufräum- und Putzaktionen. FOTO: Jürgen Harnath
Straupitz. Rund 50 Einwohner folgten dem Aufruf des Bürgermeisters. Anfang Dezember ist der Park dran.

Unter dem Motto: „Ein gepflegter Ort zur Winter-Saison 2017/2018 in Straupitz“ hatte Bürgermeister André Urspruch am vergangenen Samstag  die Bürgerinnen und Bürger der Spreewaldgemeinde zum Herbstputz aufgerufen.  Der Einladung folgten rund 50 Straupitzer. Punkt 9 Uhr ging es los.

Ziel war es, überall in Straupitz die Gemeindeplätze, Grünanlagen und auch den Friedhof von Laub, Geäst und Unrat zu befreien. Mittlerweile hat der Herbstputz neben dem obligatorischen Arbeitseinsatz im Frühjahr schon so etwas wie Tradition. Zumindest aber beste Voraussetzungen, sich dazu zu entwickeln, fand er doch am Samstag bereits zum dritten Mal statt.

„Wir werden heute die öffentlichen Plätze  reinigen und die Reste der vergangenen beiden  Herbststürme  beseitigen“, sagte Bürgermeister André Urspruch. Besonderes Augenmerk gelte vor dem Volkstrauertag und dem Totensonntag  dem Bereich des Friedhofs. Am Samstag waren nicht nur —  wie schon in den vergangenen Jahren — die Straupitzer Vereine im Einsatz. „Viele Bürger der Gemeinde kümmern sich einfach um die öffentlichen Bereiche vor ihren Grundstücken. Das ist sehr erfreulich und typisch für die Straupitzer“, sagte Bürgermeister Urspruch weiter.

So manch ein fleißiger Helfer beteiligt sich regelmäßig an den Aktionen der Gemeinde. Zum Beispiel Hans Schubert. „Ich wohne hier am Dorfplatz, und da muss es ja schließlich ordentlich aussehen. Deshalb mache ich hier heute mit, und außerdem werde ich mein Laub auch gleich mit los“, sagte er schmunzelnd.

Peter Wilhelm hatte sich ebenso  eingefunden um zu  helfen, den Dorfplatz auf Vordermann zu bringen. Der gebürtige Thüringer ist vor zwei Jahren mit seiner Frau nach Straupitz gezogen. „Straupitz lebt von den Touristen, da soll der Ort vernünftig aussehen. Schön, wenn sich die Leute freiwillig zu so einer Gemeinschaftsaktion zusammenfinden. Ich bin im Frühjahr wieder mit dabei“, betonte Peter Wilhelm.

Bei der Herbstaktion war nicht nur Männer- und Frauenpower mit entsprechenden Gerätschaften gefragt, sondern auch Technik. Neben Traktor und Hänger der Gemeinde kamen ein Überkopflader des Mühlenvereins und diverse Fahrzeuge privater Helfer zum Einsatz.

In Anbetracht der niedrigen Temperaturen wurden die Helfer durch den rollenden Gastwirt der „Byttna“, Klaus-Jürgen Harmuth  versorgt. Nach getaner Arbeit lud Bürgermeister Urspruch als kleines Dankeschön  zu einen Imbiss ein. Ein Arbeitseinsatz steht in diesem Jahr noch an. „Es wird am 9. Dezember noch einen Einsatz im Park des Schlosses geben. An diesem Tag  geht es vorrangig darum,  die Schäden der Herbststürme zu beseitigen. Wir sind mit der Unteren Naturschutz-  und der Denkmalbehörde im Gespräch, um Genehmigungen für notwendige Fällarbeiten zu bekommen. Derzeit kann man vor dem Betreten des Parks nur warnen“, erläuterte André Urspruch.