(is) Es ist zwar nur ein „mittleres“ Storchenjahr, wie Arnulf Weingart vom Biosphärenreservat Spreewald einschätzt, doch Grund zur Freude haben Freunde der langbeinigen Zugvögel trotzdem. Denn erstmals seit 14 Jahren wurden diesen Sommer genügend kleine Adebare ausgebrütet, um den Erhalt der Population zu sichern, berichtet der Storchenexperte. „Es gab sogar eine Fünferbrut“, sagt er, sowie mehrere Horste mit vier jungen Störchen. „Die gesamte Region rund um Lübben war recht gut“, schätzt er ein – und das trotz der Trockenheit.

Dass die Altstörche an der Lübbener Jugendherberge es schafften, trotz der „widrigen Witterung“ ihre fünfköpfige Brut großzuziehen, ist auch Herbergsleiter Siegfried Gunkel eine Bemerkung wert. Und das, obwohl er derzeit alle Hände voll zu tun hat. Denn auch dort ist volles Haus: „Die Jugendherberge Lübben hat bis jetzt eine super Saison mit vielen Gästen“, schätzt er ein. „Momentan können wir viele Gäste, die kurzfristig anreisen, nur auf unserem Zeltplatz unterbringen.“ Soweit möglich, werde an Pensionen im Spreewald weiter vermittelt.

Aktuell hat Siegfried Gunkel eine Ferien-Freizeit  des Bundeswehr-Sozialwerks im Haus sowie aus ganz Deutschland Teilnehmer eines Aktivurlaubs mit betreutem Paddeln für Familien mit Kindern. Derweil üben die Jungstörche vor ihren Augen das erste Flattern und Fliegen. Über Butzen und Lamsfeld wagen sie sich bereits in die Lüfte.